Weltradsporttage Hartberg 7. Etappe Bergsprint 8. Etappe EZF

7. Etappe Bergsprint

Am vorletzten Tag ging es darum sich in einem Bergsprint zu messen. Auf dem 5,4 km langen Kurs geht es nach einer welligen Anfahrt mit einem 40 hm Hügel  ca. 200 hm noch mit flachen und bis zu 14% ansteigenden Passagen. 1500 Meter vor dem Ziel noch eine kleine Abfahrt und ins Ziel nochmal ein kleiner Anstieg. Richtig angerichtet um sich voll auszupumpen.

Der Start um exakt 14:00 Uhr verlief wie immer etwas nervös. Das Starterfeld diesmal wieder gespickt mit spezialisierten Tagesfahrern wie Bernhard Neff, Klaus Keil, Robert Ertl, etc. Ich mit 95 kg Körpergewicht zähle diese Etappe eher nicht zu meiner Spezialdisziplin habe aber aufgrund meiner Erfahrungen bei der Transalp auch keinen großen Respekt davor. Außerdem sind meine Konkurrenten um die Gesamtwertung auch keine Leichtgewichte. Sowohl Igor Gavrilov als auch Bernd Quitzow bringen jeweils mehr als 80 kg auf die Waage.

In der welligen Anfahrt zum Hauptanstieg hielt ich mich in der hinteren Hälfte des Feldes auf – immer ein Auge auf Igor und Bernd. Igor hatte ständig einen Landsmann vor sich. In den ersten relativ flachen Abschnitt des Anstieges zog dieser auch sofort das Tempo an, Igor und Bernd hinten nach. Ich etwas weiter hinten wollte mein Tempo fahren. Nachdem es erstmals etwas steiler wurde musste Bernd reißen lassen ich ging an ihm vorbei. Igor dann unmittelbar aber etwa 25 Meter vor mir. Ich behielt meinen Rhythmus – im steilsten Teil konnte ich ein wenig aufschließen – als es dann wieder flacher wurde und ein paar leichte Böen kamen verlor ich wieder etwas – so ging es bis zur 1500 Meter Marke – ein Blick zurück bestätigte mir, dass Bernd endgültig reißen lassen musste. In der letzten schnellen Passage, noch eine Rechtskurve die mir aufgrund meines Zustandes fast zum Verhängnis wurde, hab ich auf Gavrilov aber endgültig wieder wertvolle Zeit verloren.  In dieser Etappe konnte ich somit nicht nur den 5.Platz ergattern sonder auch 29 Sekunden auf Bernd gut machen und den 2.Platz in der Gesamtwertung erkämpfen.

 

8. Etappe Einzelzeitfahren

Als letzte Etappe stand das EZF, auf dem bei Paarzeitfahren erprobten flachen Kurs mit 17,6 km Länge, auf dem Programm. Auf Grund meiner Platzierung startete ich als vorletzter um 10:32 direkt hinter Quitzow und vor Gavrilov. Meine Vorbereitungen konnte ich wie ein paar Tage zuvor beim Haus meines Freundes Durli vornehmen – dies trug zu einer lockeren Stimmung meinerseits bei. Immerhin galt es meinen 2. Platz mit 21 Sekunden gegen Quitzow  zu verteidigen und evt. Gavrilov, der aber mittlerweile mehr als eine Minute vor mir liegt und als sehr guter Zeitfahrer gilt, anzugreifen.  Außerdem wollte ich auch im EZF zeigen was ich noch drauf habe.

Nach mittlerweile sieben Etappen fühlten sich meine Beine den Umständen entsprechend noch ganz gut an. Aus der Startbox, gestartet wurde im 30 Sekunden Takt, beschleunigte ich sukzessive auf meine Zielfrequenz und auf das mir maximal mögliche Reisetempo. Die Wetterverhältnisse waren perfekt. Mit 45 – 50 km/h konnte ich das erste Viertel bewältigen – kurz darauf lief ich auf zwei vor mir Gestartete auf und Bernd rückte in mein Blickfeld – kurz vor der Wende begegnete mir Bernd, er schien noch gute Beine zu haben – nach meiner Einschätzung dürfte ich etwas aufgeholt haben. Dann noch einen Fahrer eingeholt und Gavrilov noch auf der Gegengeraden, er dürfte auf mich etwas verloren haben. Bis km 14 funktionierten mein Rad als auch ich wie eine Maschine. Sowohl mein Rad als auch meine Lungen und Beine begannen danach zu jammern. Nachzugeben stand heute aber nicht auf dem Programm – so prügelte ich verbissen meine Maschine die letzten Kilometer ins Ziel und konnte dieses mit einer Zeit von 23 Min. 55 Sek (mehr als 44 km/h Schnitt) erreichen. Nur 5 Sek hinter dem Sieger, Igor Goldmann und 2 Sekunden hinter dem Zweiten konnte ich damit Platz 3 in dieser Etappe erringen. Unmittelbar weniger als 4 Sekunden hinter mir Quitzow und Gavrilov die wiederum nur 2 Zehntel Sekunden von einander getrennt sind!

Ein wahnsinnig knappes Rennen mit dessen Ausgang ich sehr zufrieden bin. An den Platzierungen der Gesamtwertung in der Kategorie H2 (Unlizenzierte JG. 65 – 74) änderte sich nichts mehr.

1. Gavrilov (RUS)

2. Koppensteiner (AUT)

3. Quitzow (GER)

4. Schmarchahka

etc.

Alle Trophäen von den WRST Hartberg 2014 v. 14.-22.08.2014

Alle Trophäen von den WRST Hartberg 2014 v. 14.-22.08.2014

Mit Bernd Quitzow und Wolfgang Cihak am 22.08.2014 nach der Siegerehrung zu den WRST in Hartberg

Mit Bernd Quitzow und Wolfgang Cihak am 22.08.2014 nach der Siegerehrung zu den WRST in Hartberg

Weitere Fotos sollten noch folgen!!!!!

 

 

 

 

Weltradsporttage Hartberg 6. Etappe – Straßenrennen Grafendorf

Nachdem mich die vierte Etappe echt paniert hat, begab ich mich mit wenig Zuversicht allerdings gut vorbereitet in nach Grafendorf, wo die 5. Etappe gestartet wurde.

Zu bezwingen gab es 56 km mit etwa 700 hm – die Strecke versprach ein schnelles Rennen – zuerst wellige relativ flache Anstiege allerdings im Gegenwind – danach eine flache aber sehr schnelle, lange Abfahrt – nach einer schleife eine lange tendenziell steigende Gerade ein kurzer Stich und wieder zurück – die letzten 5 km leicht steigend mit einem steil abfallend und nach zwei Kurven steil ansteigenden Zieleinlauf.

Gestartet wurde um 14:10 Uhr ein ca. 30 Mann großes Feld. Von Beginn an wurde gutes Tempo gemacht – aufgrund des Windes machte dieses in den ersten Hügeln nur wenigen Probleme. Ab km 10 fühlte ich, dass es mir viel besser als erwartet geht, noch etwas unsicher hielt ich mich dann eher weiter vorne auf. Erste Attacken meinerseits folgten selbstverständlich! Am nahezu höchsten Punkt hat mir Markus Plank eine Trinkflasche gereicht – das war zusätzlich motivierend. Auf der schnellen langen Abfahrt hielt ich mich vorerst hinten auf um zu sehen was Gavrilov und Quitzow vorhaben – sie taten nicht viel, auf Attacken wurde nicht mal reagiert.

Da ich mich gut fühlte startete ich mal durch, Michael Klug und ein Russe gingen mit – diese Attacke wurde ernst genommen – nach kurzer Zeit waren wir wieder gestellt. Mit einem Höllentempo von teilw. über 90 km/h ging zur Abzweigung nach Mönichwald – leicht ansteigend viele Wellen eine Attacke nach der anderen – alle von mir – meist war Michael Klug mit von der Partie – in Mönichwald beim kurzen Stich – volle Attacke von drei Bergflöhen – ich hinter her, konnte ihnen nicht ganz folgen – gemeinsam mit den nachkommenden noch ca. 15 Fahrern waren sie aber bald wieder gestellt. Nach einer kurzen Erholung wieder Attacken, wieder nahezu alle von mir – so wollte ich sehen ob die Russen die jetzt offensichtlich zusammen arbeiten müde werden. Quitzow hat das überzuckert und schaltete sich unterstützend ein. Gavrilov konnte aber alle Versuche abwehren.

Die letzten 5 km, leicht ansteigend zeigten meine Lungen und Beine aber auch schon Wirkung – das Tempo konnte ich in der Gruppe aber bequem mitgehen, nur achtsam wollte ich sein um nicht wie vorgestern eine Attacke zu übersehen. Die Anfahrt in die Zielkurven war echt gefährlich, da mir die Platzierung egal war bin ich nicht volles Risiko gegangen hab aber auch in den letzten 150 Meter steil ansteigend auch nicht die vollen Watt auf die Pedale gebracht, evtl. hatte ich auch einen falschen Gang eingelegt – Platz vier hätte locker drinnen sein müssen, Platz sechs ist es geworden – 3 Sekunden hinter dem Sieger – ein Tagesfahrer, den ich das gesamte Rennen vorne nicht gesehen hab!

Quitzow hat wieder, vor allem in Zielnähe, alles richtig gemacht und Gavrilov hat am Ende doch Wirkung gezeigt und selbst auf mich ein paar Sekunden abgeben müssen. Im Gesamtwertung hat sich aber nichts wirkliches verändert! Da Gavrilov ein starker Zeitfahrer ist wird ihm der Gesamtsieg nur noch schwer zu nehmen sein!

 

 

Weltradsporttage Hartberg 5. Etappe – Straßenrennen mit Bergankunft

Mittlerweile den sechsten Tag im Renneinsatz bin ich doch schon etwas angeschlagen. Das heutige Rennen mit der Zielankunft am Pöllauberg geht über lediglich 34 km und etwa 700 hm! Das soll aber keinesfalls heißen, dass es leicht wird!

Die Strecke führt zuerst wellig über drei etwa 40 hm Hügel die mir gut liegen müssten – nach einer Ebene von ein paar km ein erster richtiger Anstieg von ca. 120 hm, nach ein paar Ecken in eine wilde Abfahrt mündend hügelig zur leicht abfallenden Geraden in die Auffahrt zum Pöllauberg.

Heute wieder gemeinsam mit der Kategorie H1 ein relativ großes Starterfeld gespickt mit guten Tagesfahrern wie Edi Trausmüller, Bernhard Neff, dem Sieger aus dem Vorjahr, Klaus Keil, Marcher Wolfgang,  Günther Schwarz, etc. Selbstverständlich waren auch der Gesamtführende Quitzow und der Zweite Gavrilov anwesend. Um 12:30 bei etwas Wind aber guten Bedingungen ging es los.

Zur meiner großen Überraschung wurde nicht voll los gebolzt, erst bei der ersten Welle hat Marcher etwas drauf gedrückt – bei der zweten Welle hab ich das Tempo hoch gehalten, bei der dritten Welle hat Quitzow eine nicht ernst zu nehmende Attacke gesetzt. Danach auf der Geraden bis zum ersten Anstieg hohes aber nicht anstrengendes Tempo. Im relativ steilen ersten Anstieg haben einige Tagesfahrer gemeinsam mit Gavrilov gezeigt was sie drauf haben etwa 15 Mann schienen weg zu sein dahinter Quitzow und ich, das Loch vor uns wurde immer grösser zwei junge schlossen auf uns auf zu viert nahmen wir die Verfolgung auf. Einer der Beide Englisch sprechend, fuhr stark aber sehr unrhythmisch, der zweite eine lange Berggemse half uns ebenfalls, Beide brachen aber wieder nach hinten weg.  In der wilden Abfahrt – ich vorne schienen wir doch etwas näher zu kommen – plötzlich fehlte Bernd – für Rücksicht war allerdings keine Zeit – ich voll drauf zwei vor mir fahrende waren eingeholt und kurz darauf auch das Feld – Bernd schien weg zu sein.  Etwas später noch vor der Anfahrt zum Pöllauberg hat er aber auch wieder den Anschluss geschafft.

Als etwa 20 Mann große Gruppe kamen wir am Fuße des Pöllauberges an – zehn bis zwölf Mann lagen vor mir auch Gavrilov und Quitzow – Igor schien einen starken Tag und ein gutes Hinterrad zu haben an Bernd war ich sehr rasch wieder ran gekommen. Bin kurz hinter ihm gefahren und dann vorbei – wir wollten uns dann zusammen hochkämpfen – zwei Fahrer vom Typ Bergfloh gingen an uns noch vorbei, etwas hinter uns Günther Schwarz von der Statur eher kein Bergfahrer – zu meiner Überraschung ging er ebenfalls vorbei – ich konnte sein Hinterrad halten und Bernd konnte mein Hinterrad halten. Am Ende des Anstieges kurz vor dem Ziel noch ein kurze Rampe – ich schaute kurz zu Günther – er sagte wenn ihr könnt geht vorbei – das taten wir mit den Plätzen sechs, sieben und acht überquerten wir in der Reihenfolge Bernd, ich und Günther die Zielline.

Gefühlt war Gavrilov mehrere Minuten vor uns da, es waren aber lediglich 40 Sekunden – diese waren jedoch für ihn zur Übernahme des gelben Führungstrikots ausreichend!

 

 

Weltradsporttage Hartberg 4. Etappe – Rundstreckenrennen

Auf der 4. Etappe ging es in eine etwa 21 km lange Runde . diese war dreimal zu absolvieren. Am Start fanden sich wieder die Kategorien H1 und H2 ein diesmal zusammen nur etwa 25 Fahrer. All jene die um die Gesamtwertung kämpfen fanden sich ein.

Die Runde hatte im groben lange Geraden mit einfachen Kurven eine schmale Straße mit einem echt bissigen Anstieg in zwei Phasen, als Schlüsselstelle, eine wilde Abfahrt und eine ansteigende langgezogene Zielkurve mit einer kurzen Geraden.

Pünktlich um 12:30 Uhr ging es los. Rauf auf die lange Gerade mit Gegenwind waren keine Attacken zu erwarten. Das Tempo mit etwa 45 km/h war aber überraschend hoch. Ich hab mich bis zur ersten Durchfahrt der Schlüsselstelle zurück gehalten. Im Anstieg testete ich mal was meine Mitbewerber in dem steilen Stück drauf haben nicht voll aber zügig drückte ich mich an die Spitze nahezu alle kamen mit bzw. kamen bei der darauf folgenden Abfahrt wieder nach. Bei der ersten Zieldurchfahrt das gleiche Spiel – ich stellte fest, dieser Anstieg sollte mir sehr gut liegen.

In der zweiten Runde, in der langen Gegenwindpassage hab ich mich wieder  zurückgehalten – ein Fahrer, der Drittplatzierte aus dem Vorjahr Igor Tarassov attackierte, da er heuer keinen echt starken Eindruck macht ließen wir in gewähren – bei einer langen Welle konnte ich es nicht lassen und setzte eine Attacke bei der ich auf Igor auffuhr und ihn stehen lassen konnte – das Feld reagierte, aber mehr wollte ich auch nicht. Das zweite Mal bei der Schlüsselstelle angekommen, war ich weiter hinten positioniert – die vor mir in der Gesamtwertung liegenden Quitzow und Gavrilov im Blick – dann links außen eine Attacke von einem jungen leichten Fahrer mit der Nr 101 – ich ging mit hinter mir noch drei vier weitere Fahrer danach schien ein Loch aufzugehen. Die Abfahrt danach wurde voll aber ohne großem Risiko genommen etwa fünf weitere Fahrer konnten aber danach wieder aufschließen. Das Ende der dritten Runde gab mir das Gefühl dieses Rennen im Griff zu haben!

Durch das Bummeltempo anfangs der dritten Runde konnte zwar völlig erledigt  noch ein paar weitere Fahrer heran fahren, sodass wir in etwa wieder 15 Mann waren – dies bekam ich mit, weil ich mich wieder ganz hinten einordnete. Bis zur Schlüsselstelle dann doch ganz flott gefahren passierte aber nicht viel. Dort angekommen wurde von ganz unten etwas früher als von mir erwartet von den Bergspezialisten voll angegriffen, ich lediglich Quitzow und Gavrilov im Visier machte mir keine großen Gedanken ihnen zu folgen, bis zur Mitte des Hügels war dies auch kein Problem – plötzlich drückten Beide an einem Hinterrad eines Bergflohes voll drauf, eine Lücke ging auf, ich voll am Limit, wurde diese sogar noch etwas grösser – oben angelangt auch noch ein kleines Problem bein Hochschalten – bergab reist dann gleich ein großes Loch auf, welches ich aber in den nächsten zwei, drei Kurven sogar ohne mich voll auszugeben schließen konnte – mich aber doch etwas nachdenklich stimmte. Für die letzten 5 km waren wir danach nur noch zu fünft.  Ein junger Russe machte Tempo, der Fahrer mit der 101, Karl Berghofer war auch noch mit von der Partie – auch er spannte sich trotz seiner zwar muskulösen aber zierlichen Statur ein – es war klar, dass es zu einem Zielsprint zwischen den drei ersten der Gesamtwertung kommen würde – ich rechnete mir dabei gute Chancen aus und wollte diesmal von hinten durchziehen. Genau wie erwartet ging es kurz nach der 300 Meter Marke los, Igor zog auf der Außenbahn an Bernd ging leicht nach Innen versetzt mit, weiter Innen konnte ich nicht – Bernd ging an Igor vorbei, ich konnte warum auch immer nicht meine volles Sprintvermögen (ich brachte es lediglich auf etwa 1300 Watt anstelle der schon gefahrenen 1800 Watt) abrufen und Beide nicht mehr überholen – zwar in derselben Sekunde an 3. Stelle konnte ich die Zielline überqueren!

In der Gesamtwertung hat sich durch diesen Zieleinlauf natürlich auch nichts geändert!

 

Sprint um den Sieg WRST Hartberg 2014 Rundstreckenrennen

Sprint um den Sieg WRST Hartberg 2014 Rundstreckenrennen

 

 

 

Weltradsporttage Hartberg – Paazeitfahren

Der vierte Tag dieser Veranstaltung konnte als Ruhetag oder zum Fahren unter Wettkampfbedingungen auf der Zeitfahrmaschine genutzt werden. Ein Paarzeitfahren stand auf dem Programm.

Da es im letzten Jahr um den Gesamtsieg zwischen Bernd Quitzow und mir ganz knapp herging haben wir schon damals abgemacht, dass wir einmal etwas gemeinsam machen. Jetzt war es soweit wir wollten in der Kategorie „80 – 120 Jahre“ das Paarzeitfahren im Rahmen dieser Veranstaltung bestreiten.

Nachdem Bernd am Tag davor die Anmeldung vornahm teilte er mir die Startzeit 10:33 mit. Bereits um 09:00 Uhr haben wir uns, bewaffnet mit unseren ZF-Maschinen in Hartberg getroffen. Der Start erfolgte in Unterrohr ca. 8 km von Hartberg – dem Heimatort meines Freundes Manfred Durlacher (Durli) – bis zu dessen (übrigens sehr cool geplanten und schön ausgeführten) Wohnhaus wollten wir etwas aufwärmen und üben – dort angekommen wurden wir von Durlis Frau sehr gastfreundlich aufgenommen und konnten uns für den Start fertig machen.

Nachdem Durli noch ein paar Fotos von uns geschossen hatte ging es pünktlich in die Startbox. Es galt einen 17,5 km langen sehr flachen (64 hm) Kurs bei perfekten äußeren Bedingungen zu bewältigen.

Ich startete los – kontinuierlich erhöhte ich auf dem anfangs ganz leicht steigendem Kurs das Tempo auf den ersten 300 Metern auf etwa 45 km/h danach übernahm Bernd – ich staunte nicht schlecht als sich danach die Tachonadel meist jenseits der 50 km/h Marke einpendelte – die Wechsel nach jeweils 250 bis 400 Meter klappten gut – die Kurven durch Wörth zwischen km 5 und 6, noch immer mit einem Tempo zwischen 45 und 50 km/h fühlten sich gut an. Kurz vor km 8 fuhren wir, auf das eine Minute vor uns gestartete Paar auf und überholten dieses auch recht zügig.

Danach bei km 8,75 die Wende. Da in der Zwischenzeit leider etwas Wind aufgekommen war und der jetzt gegen uns war ging es mit dem Tempo leider etwas runter aber nahezu immer deutlich über 40 km/h. Mit dem Schwinden der Kräfte wurden die Wechsel etwas wackliger und häufiger. Sowohl meine Schenkel als auch meine Lungen bettelten ab km 13 um Gnade – diese wurde nicht gewährt – Bernd machte überhaupt keine Anzeichen von Schwäche – beeindruckend wie ruhig und scheinbar mühelos er nach wie vor die Kurbel drehte. Sich der Ziellinie nähernd schien diese nicht näher zu kommen. Noch ein paar Wechsel – 500 Meter vor der Zielline war Bernd vorne, kurz nach der 200 Meter Marke gingen wir bzw. zumindest ich „All out“ und ich, dem Explodieren nahe, nach vorne damit wir gleichzeitig die Zielline überquerten. Explodiert bin ich 20 Meter nach der Ziellinie! Mit der Zeit von 23 Minuten 2 Sekunden waren wir durch.

Das Warten auf die Ergebnisliste wurde uns mit der Gastfreundschaft bei Durli bzw. dessen Frau verkürzt und im wahrsten Sinn des Wortes versüßt.

Die Ergebnisliste weiste uns auf dem 4.Platz aus – nur hinter echt guten Leuten wie Pitzl, Maierhofer jeweils mit Partnern sowie einem russischen Paar deren Namen ich nicht zu Schreiben in der Lage bin, die aber sicher nicht nur zum Karten spielen kamen.  Wobei wir dabei auf die Sieger 69 Sekunden bzw. auf die Dritten weniger als 4 Sekunden verloren!

Mit diesem Ergebnis und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von deutlich über 45 km/h waren wir sehr zufrieden! Es bleibt zu hoffen, dass sich diese Belastung für die Gesamtwertung gegenüber unseren unmittelbaren Konkurrenten, die diesen Tag zur Regeneration nutzten, nicht negativ auswirkt!

 

Paarzeitfahren mit Bernd Quitzow am 17.08.2014 Platz 4

Paarzeitfahren mit Bernd Quitzow am 17.08.2014 Platz 4

 

Weltradsporttage Hartberg 3. Etappe – Straßenrennen

Am 3.Tag galt es einen Kurs in der Länge von etwa 38,5 km mit 350 hm zweimal zu bezwingen. Los ging es um 13:50 Uhr. Wieder zusammen mit der Kategorie H1 umfasste unser Starterfeld etwa 40 Fahrer. Helmut Pitzl und viele leichtgewichtige, eher kleine Tagesfahrer waren auch wieder dabei. Offensichtlich geht es heute darum auf den kurzen bissigen Anstiegen den Anschluss nicht zu verpassen.

In der Startaufstellung positionierte ich mich in der dritten von etwa sechs Reihen.

Wie nicht anderes zu erwarten wurde mit dem Hochgehen der Startklappe nach der ersten Kurve voll losgelegt – zu meiner Überraschung machte auch Helmut Pitzl sofort bei der Tempopolzerei mit. Da vor mir Einige das Tempo von phasenweise nahezu 60km/h auf der Geraden nicht halten konnten musste ich gleich ein paar Löcher zu fahren, was mir ganz gut gelang. Auf der ersten Geraden reduzierte sich dadurch das Feld um etwa zehn Fahrer. Bei ersten Anstieg, nicht steil mit ca. 70 hm ging es aber voll zur Sache. Pitzl erhöhte nochmal den Druck.

Vor mir aber hinter Pitzel vier weitere Fahrer. Hinter dem Dritten ging ein kleines Loch auf. Als ich das bemerkte, knapp vor dem Ende des Anstieges, ging ich nach vor mit dem Vorhaben es zuzumachen, war dabei an meinem Limit und voll im Wind – keine Chance! Die drei waren weg!

Hinter mir Bernd Quitzow und zwei Leichtgewichte. Dahinter weit und breit niemand – es schien als könnten wir uns jetzt wenigstens zu viert absetzten. Einer der beiden Leichtgewichte machte gar nichts der Zweite konnte in der Ebene auch nicht helfen und dem Bernd glaub ich war es taktisch nicht wichtig genug, weshalb wir nach etwa zehn Kilometern von der Gruppe mit Igor Gavrilov (dem Fahrer im gelben Führungstrikot) und etwa 15 weiteren  Fahrern gestellt wurden.  Ab jetzt wurde nur noch taktiert – Dies hieß soviel, dass gebummelt und attackiert wurde und das sehr oft – vor allem von mir. Immer vor Abfahrten setzte ich eine Attacke wodurch ich die bis zu 96 km/h schnellen Abfahrten relativ sicher, vorne alleine fahren konnte.

In der Mitte der zweiten Runde begannen meine Waden und Oberschenkel zu verkrampfen. Mit der Gewissheit, dass ich im Normalfall Attacken dieser Gruppe jederzeit kontern könne, ging ich es dann für etwa 20 km etwas ruhiger an. Die Krämpfe beruhigten sich wieder, weshalb ich am Ende des letzte Hügels nochmal attackierte. Die Abfahrt konnte ich wieder vorne alleine fahren – auf der Geraden danach waren wieder alle da. In den Kurven und Ecken etwa 1500 Meter vor dem Ziel war ich an etwa 15. Stelle bis zur Zielkurve 250 Meter vor dem Ziel ein schreckliches Gemetzel, ohne Unfall – ist mir ein Rätsel – die letzen 250 Meter konnte ich noch gut durchziehen und die Ziellinie als ca. Zehnter überqueren.

Dies ergab den 6. Platz in meiner Kategorie (H2)

Bernd Quitzow (GER) der bei dem Rennen alles richtig gemacht hatte holte sich Platz 2 hinter, dem schon lange im Ziel weilenden Tagesfahrer Helmut Pitzl und streifte sich damit das Führungstrikot in gelb über. In der Gesamtwertung liegt jetzt Igor Gavrilov (RUS) 1 Sekunde hinter Bernd – ich befinde mich eine weitere Sekunde dahinter auf dem 3. Rang. Igor Tarasov (RUS) liegt als vierter eine Minute hinter mir usw.!

 

Weltradsporttage Hartberg 2. Etappe – Kriterium

Leider wurde für den Start der Kategorien im Kriterium keine genauen Startzeiten bekannt gegeben. Gemeinsam mit der Kategorie H 1 starteten wir unmittelbar nach Kategorie H 3, in welcher mein Freund Wolfgang Cihak den 2. Platz erkämpfen konnte, um etwa 11:15 Uhr. Es ging es für 15 Runden zu je 1,2 km um Punkte und Zeit. Jede 3. Runde wurden Punkte vergeben. Wurden keine Punkte erzielt zählt der Zeitabstand gegenüber dem Ersten beim letztmaligem überqueren der Ziellinie!

In Summe waren 25 Fahrer am Start 16 in der Kategorie H 2 sowie 9 aus der Kategorie H 1!

Da ich diese Disziplin tatsächlich erst, dass zweite mal mache und noch nie trainiert habe sowie mein Hauptaugenmerk auf  der Gesamtwertung liegt, galt es primär keine Zeit auf die Fahrer mit dem Ziel Gesamtwertung, zu verlieren.

Der Kurs ging nach einer kurzen Geraden mit  einer S-Kurve und einer 120 Grad Kurve los. Die Gegengerade leicht abfallend mündete in eine 90 Grad Kurve und in die Zielgerade welche leicht ansteigend war, erreichte man ebenfalls nach einer 90 Grad Kurve!

Mit dem Startsignal wurde gleich voll los gesprintet – in den Kurven ein Gemetzel gegen die Zielline gesprintet so ging es die ersten vier bis fünf Rinden – es galt dabei immer auf der Hut zu sein, dass man nicht abreißt – ich trachtete danach mich weit vorne aufzuhalten. Leider fuhr ich dadurch viel zu oft im Wind wodurch mir beim Sprint dann notwendige Körner fehlten.

Da der Belgier Mercken aus der Kategorie H1 alle Sprints für sich entscheiden konnte waren jeweils nur noch für jeweils drei Plätze Punkte zu vergeben. Mit der Fortdauer des Rennens gelang es mir, mich bei den Sprints immer weiter vorne zu platzieren. Für Punkte reichte es dennoch nicht.

Auf Grund der Zeit und welcher Algorithmen auch immer, konnte ich Platz 6 und mein Ziel kaum Zeit in der Gesamtwertung einzubusen, erreicht werden!

 

 

Weltradsporttage Hartberg 1. Etappe Prolog

Wie im letzten Jahr gab es am ersten Tag einen Prolog in Form eines Innerstädtischen Einzelsprints in der Länge von 1400 Metern zu absolvieren.  Der Verlauf der Strecke ist dabei in der ersten Hälfte leicht abschüssig im zweiten Teil leicht ansteigend. Gestartet wurde in 30 Sekunden Intervallen.

Da solche Rennen sehr kurz und intensiv verlaufen, gilt es sich gut aufzuwärmen. Da ich dabei sehr viele bekannte gute Rennfahrer getroffen hab ist mir dies nur bedingt gelungen. Mit guten Rennfahrern meine ich Kapazunder wie Johann und Jörg Taucher, Wolfgang Cihak, Jürgen Pansy, Helmut Pitzel, Franz Hergolitsch, Franz Neumüller, Bernd Quitzow, Igor Tarasov, Edi Trausmüller sowie viele andere.

Mein Startzeit war mit 19:03 Uhr vorgesehen. Als ich mich ca. 5 Minuten davor in den Startbereich begab wurde Bernd Quitzow, der Sieger dieses Bewerbes und Gesamtsieger aus dem Vorjahr bereits vom Start abgelassen. Hat gut ausgesehen was er gezeigt hat. Genau eine Minute vor mir ging Helmut Pitzl, ehemaliger Profi-Lizenz-Fahrer vom Start danach ein Russe und dann ich.

Ich wollte mir die Kraft für die 90 bis 100 Sekunden etwas einteilen und trat nicht voll drauf trotzdem waren meine Oberschenkel bereits nach 400 Meter dem explodieren nahe 200 Meter später schien zu dem mein Puls durch die Decke zu gehen. Der Gedanke an die letzen 500 Meter, mit Anstieg machte das Ganze nicht besser – ein kurzes Intervall im Wiegetritt aber schon. Die Ziellinie näher kommend konnte zwar so nicht mehr beschleunigend aber wenigstens ohne sich groß schämen zu müssen überquert werden.

Mit der Zeit von 1:39:320 belegte ich ca. 6 Sekunden hinter dem Sieger Helmut Pitzl den 6. Platz. 4 Hundertstel schneller und somit unmittelbar vor mir ist der Gesamtsieger des letzten Jahres Bernd Quitzow (GER)!

Weltradsporttage Hartberg 2014

Seit letzten Jahr finden die Weltradsporttage nach eine 20 jährigen Pause wieder in Hartberg statt.

Es handelt sich dabei um eine hochkarätige internationale Radsportveranstaltung für Rennradfahrer ohne Profistatus. Ausgetragen werden 8 Etappen in unterschiedlichen, lizenzierten und unlizenzierten Kategorien. Es kann für die Gesamtwertung und je Etappe genannt werden. Zusätzlich zu den 8 Etappen findet ein Paarzeitfahren und ein Marathon statt, welche nicht zur Gesamtwertung gezählt werden.

Nachdem ich im letzten Jahr überraschend den zweiten Platz in der Gesamtwertung erreichen konnte ist mein Ziel in diesem Jahr  wieder in der Kategorie Hobby 2 (40 – 49 Jahre) in der Gesamtwertung soweit wie möglich vorne zu landen.

Weiters möchte ich im Paarzeitfahren mit meinem Konkurrenten aus dem Vorjahr, Bernd Quitzow eine gute Leistung abliefern – dies wäre abhängig von den Verhältnissen mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von > 45 km/h gegeben.