Wir sind Meister – ÖSTM PZF in Seibersdorf mit Karl Schöpf

Da ich Ende August an der WM teilgenommen hab wofür eine Lizenz notwendig ist, wollte ich in diesem Jahr auch noch an einem lizenzpflichtigen Event in Österreich teilnehmen. Das einzige, das dafür in Frage kamm waren die „Österreichischen Meisterschaften im Paarzeitfahren“. Bislang war es so, dass sich potenzielle Kanditaten für derartige Veranstaltungen nicht um mich gerissen haben.
Da er mich bzw. meine Fähigkeiten im Radsport gut kennt und er in der Szene gut vernetzt ist hab ich den Don (Daniel Wabnegg) gebeten mir einen passenden Partner zu suchen. Günter Baringer hat ihm angeblich sofort zugesagt – was der ihm schuldig war wissen nur die südlichsten aller Sizilianer. Ich in Ehrfurcht versunken, hat er sich tatsächlich unmittelbar darauf bei mir gemeldet. Auch ein Training haben wir absolviert. Zwei Tage vor den Meisterschaften wollten wir nochmal gemeinsam auf der echten Strecke trainieren – daraus ist leider nichts geworden, weil Günter erkrankte und auch für das Rennen absagen musste. Dankenswerter Weise hat er einen Ersatzpartner aufgetrieben – Karl Schöpf liebevoll Karli genannt, in der Szene seit mehr als 30 Jahren als ehemaliger Elitefahrer und Kämpfer ohne Ende sowie als sehr verlässlich bekannt!

Am Sonntag den 28.09.14 sollte es dann soweit sein. Als ich in Seibersdorf ankam war Karl bereits da, die Ummeldung war organisiert und die Startnummer lag bereit. Karli rief sofort zum Material-Check – dies machte mir keine sorgen, da ich mit meiner ZF-Maschine, diesen bei der WM problemlos geschafft hatte. Weit gefehlt – nicht so bei den österreichischen Meisterschaften – ohne weiteren Kommentar bekamm ich mein Rad mit der Meldung „damit foast du heit net“ zurück. Ich völlig sprachlos, Karli nicht ganz so überrascht aber sehr erzürnt wollten das nicht akzeptieren. Jegliche Argumentation war erfolglos. Als Karli schon aufgegeben und wieder kalt war, traff und tratschte er mit einen Bekannten, der als Beobachter und zum vermessen seines neu erworbenen Rades hier war.  Als ich mich dazu gesellte und dessen Rad sah fragte ich kurzerhand ob er mir dieses für die nächste halbe Stunde borgen würde. Er antwortete nach kurzem überlegen völlig selbstverständlich und cool – ja sicher , wenns passt- nicht nur die Pedale passten – das Rad schien wie für mich gemacht – ich nochmal zum Check – dieser war jetzt tatsächlich nur noch Formsache – wohl gemerkt 11 Minuten war noch bis zum Start – Karli voller Emotionen aber kalter Muskulatur ich voll aufgeheizt – machten wir uns fertig für den Start – Luft in die Reifen – fertig anziehen – „aufwärmen“ standen noch auf dem Programm. Der Besitzer des Rades rief mir noch seinen Namen „Peter Brausberger“ nach und wollte meinen für den Fall eines Schadens wissen. Eine derart coole Aktion hab ich noch nie erlebt- Danke Peter!!!

Pünktlich waren wir am Start – als wir unsere Taktik besprachen lief bereits der 30 Sekunden Countdown. Karli sollte das Tempo anziehen und ab der Ortsausfahrt halt Paarzeitfahren nach besten Wissen und Gewissen. Gesagt getan – Karli beschleunigte perfekt – sehr schnell waren wir auf etwa 43 km/h – im Windschatten sehr angenehmes Tempo und perfekt für den ersten Kick – zu gewinnen ist damit allerdings nichts – als ich nach ca. 500 Meter übernahm beschleunigte ich auf 48 km/h aufgrund der perfekten äußeren Bedinungen im Wissen bald wieder im Windschatten zu fahren war dies an diesem Tag überhaupt kein Problem. Als dann Karli wieder übernehmen sollte gab er mir unmisverständlich zu verstehen, dass er Opfer seiner kalten Muskulatur sei. Aufgeben stand aber an diesem Tag nicht auf dem Programm – auch nicht für Karli. Ich blieb vorne nahm kurz etwas raus – Karli machte sich so klein wie möglich und bewies die Qualtäten für die er in der Szene bekannt war – Kämpfen wie ein Löwe. Sukzessive nahmen wir wieder ordentliches Reisetempo auf. In jeder Kurve ging Karli kurz nach vorne um mich zu entlasten. Anfangs schaute das Ganze gar nicht gut aus, mit Fortdauer des Rennens wurde es aber immer besser. Als wir ungefähr in der Mitte des Rennens, das zwei Minuten vor uns gestartete Paar überholen konnten wusste ich – es läuft – und ab hier war Karli offensichtlich voll aufgewärmt und wir lieferten ein Vorstellung ab als ob wir nie was anderes getan hätten. Auf den letzten 5 km ging das Tempo durch die Wechsel nochmal richtig hoch – bei Geschwindigkeiten von Phasenweise deutlich über 50km/h konnten wir ein weiters Paar überholen – als meine Oberschenkel vehement um Gnade zu betteln begannen waren noch etwa 2 km zu absolvieren, weshalb diese nicht gewährt wurde. Die Ziellinie überfuhren wir nach genau 29 Minuten12 Sekunden. Karli teilte mir umgehend mit, dass dies eine gute Zeit sei über die Platzierung könne er aber nichts sagen. Wieso ich zu diesem Zeitpunkt völlig fertig und Karli völlig entspannt war wird mir ein Rätsel auf Dauer bleiben. Fast eine Stunde dauerte es bis die Ergebnislisten da waren.

Und tatsächlich wir waren in der Kategorie „Master I“ die Erstgenannten – mit 9 Sekunden vor den Zweitplatzierten (Franz Huber und Peter Krebs) und 12 Sekunden vor den Dritten, waren wir die überraschenden Sieger des heutigen Tages!

Danke Karli, Danke Peter!

Da Peter Brausberger tatsächlich nur eine halbe Stunde Zeit hatte, gab ich ihm sein Rad zurück und sah ihn nicht wieder – erst Tage später erfuhr er, dass er ein Meisterrad besitzt!

 

 

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PZF in Zillingdorf mit dem Don oder kurz gesagt Daniel Wabnegg

Ein Revival zu dem im Sept. 2011 statt gefundenen Paarzeitfahren soll es werden.

Es war damals eines meiner ersten Radrennen überhaupt und jedenfalls mein erstes Zeitfahren. Ich damals mit meinem etwas zu großen normalen Alu-Rennrad ohne irgend welcher ZF-Ausrüstung hab ich ihm, dem österreichischen Meister im ZF und PZF, natürlich Top-asugerüstet, das angetan. Völlig unterfordert ich die ganze Zeit hinter her hechelnd haben wir im September 2011 bei besten Bedingungen eine Zeit von über 45 Minuten hin geknallt! Immerhin konnten wir damit den 3. Platz in unserer Klasse belegen.

Diesmal waren die Vorzeichen etwas anders. Ich mittlerweile ausgerüstet mit ZF-Rad und allen dazugehörenden Utensilien und bereits einige ZF-Rennen absolviert, Daniel mittlerweile etwas die Freude am ZF verloren und sein ZF-Rad auf den Markt geschmissen. Allerdings hat er genug Quellen um auf passendes Zeug zurückzugreifen. Außerdem sollte für ihn Zillingdorf auch eine Vorbereitung für die PZF Staatsmeisterschaften sein, die er gemeinsam mit Martin Plank, einem weiteren Teamkameraden absolvieren wird.

Am 21.09.2014 sollte es soweit sein – ich bereits um 07:00 Uhr auf dem Ergometer danach ruhig das Frühstück genossen bevor ich mich in aller Ruhe und rechtzeitig nach Zillingdorf begab – unsere Startzeit hatte ich mit etwa 11:30 Uhr kalkuliert. Auf dem Weg dorthin erfuhr ich von Daniel,dem Don unseres Vereins, dass wir, aus welchen Gründen auch immer, vorweg dh. um 10:00 Uhr  starten werden. Diese Info trieb meinen Stresspuls etwas in die Höhe. In Zillingdorf angekommen waren meine Teamkameraden schon da, auch meine Startnummer lag bereits bereit und der Don in bester Stimmung – ich glaube es war nicht weil er mich sah, vielmehr, glaube ich freute er sich mich zu quälen. Dies störte mich aber nicht, den deswegen war ich doch schließlich hier. Die anderen Paarungen unseres Vereins -ESR Racing- an diesem Tag waren Robert Rothschädl mit Markus Plank und Daniel Wabnegg mit Martin Plank, weshalb ich jetzt auch wusste warum wir vorweg starten mussten. Weiters waren Peter Muntean und Martin Plank im EZF angemeldet! Nach der Montage der Startnummer war sogar noch etwas Zeit um aufzuwärmen bevor es für uns um Punkt 10:00 Uhr los ging.

An der Startlinie nach Ablauf des Countdown ging Daniel vor und gab durch den Ort das Tempo vor – flott aber nicht allzu hoch, ab der Ortsausfahrt wurde auf angenehmes Reisetempo mit ca. 45 km/h beschleunigt. Ich fühlte mich dabei nicht angestrengt, mehr noch sukzessive fühlten sich meine Beine besser – weshalb ich mich dann auch nach vor wagte und noch beschleunigen konnte die erste Gerade in Richtung Zillingtal fuhren wir dann abwechselnd mit bis zu 60km/h entlang, dies trieb allerdings meinen Puls dann schon an sein Limit. Daniel dessen tritt nicht ganz so rund wie erwartet erschien, machte allerdings überhaupt keine Anzeichen von Anstrengung oder gar Überziehen weshalb ich mich während der nächsten engen Kurven und Ortsdurchfahrt und den folgenden kleinen Anstieg ausschließlich hinten aufhielt. Vor der folgenden Abfahrt hab ich nochmal kurz übernommen bevor uns Don in die nächste Abfahrt und durch Zillingtal führte. Dei zwei Hügel danach wollte ich auf jeden Fall auch hinten bleiben – die Erinnerung an 2011 allein daran rief Schweißausbrüche und Atemnot bei mir hervor – diesmal aber zeigte Don menschliche Züge oder war es doch der Gegenwind – ich will es gar nicht wissen aber ich konnte ohne zu überziehen, folgen. Da Daniel immer besser in Fahrt zu kommen schien hielt sich der Anteil meiner Führungsarbeit rein nach Pöttsching weiter in Grenzen. Als wir uns der abschüssigen Kreuzung in Pöttsching näherten machte ich mit dem Oberkörper kurz auf – verlor sogleich 3-4 Meter – 2-3 mal die Pedale bedient – und schon war ich wieder dran – allerdings auch viel zu schnell in der Kreuzung. Zum Glück war der gegenüber liegende Randstein abgeschrägt – rauf auf den Gehsteig – voll in die Eisen langsam zur nächsten Schräge und wieder dem inzwischen wild gestikulierenden Don hinterher – uns der Schlüsselstelle, dem Anstieg durch Pöttsching nähernd übernahm ich kurz um das nicht ansehen zu müssen und um wieder etwas gut machen zu können – mein Puls regierte darauf sehr schnell mit sehr schnell, weshalb ich sehr schnell wieder den den kleinen aber doch sehr angenehmen Windschatten von Daniel suchte. Das erste Drittel des Anstieges bekam ich so gar nicht mit – im zweiten Drittel schien es so, dass der Don heute doch seinen menschlichen Tag mir gegenüber hatte, das nicht mal zu Ende gedacht stellte ich fest, dass dem nicht so war – das letzte Drittel brachte mich trotz Gegenwind für Don doch an meine Leistungsgrenze – rechtzeitig war aber der Hügel zu Ende. Mein Vorhaben gleich oben wieder zu übernehmen war damit aber zu nichte. Trotz sehr hoher Geschwindigkeit auf der nächsten leicht abschüssigen Geraden konnte ich mich aber sehr rasch erholen und bis Lichtenwörth dann wieder etwas mithelfen das Tempo hoch zu halten. Durch den Ort selbst gab wieder der Don den Ton an. Aus dem Ort raus und auf der letzten Geraden nach Eggendorf war aber ordentliche Teamarbeit bei hohem Tempo angesagt. Die vorletzte Kurve angepeilt, ich das Ziel schon gerochen aber viel zu schnell angefahren – darüber hinaus geschossen – wieder voll in die Eisen (bzw. Karbon) gegriffen – auf enger Straße gewendet und die 15 Meter zurückgefahren – Don noch immer Luft um zu Gestikulieren zog dann einen Zielsprint an dem ich kaum folgen konnte. Mit der Zeit von 39 Min 35 Sek konnten wir die Zielline überqueren. Trotz eines guten Gefühls während des Rennen angesichts der Missgeschicke waren wir über die gute Zeit doch etwas überrascht. Diese ergab den 2.Platz in der Gesamtwertung und den 1.Platz in unserer Klasse.

Danke Daniel, mir hat’s voll getaugt und sorry für meine Patzer – harmoniert haben wir ebenfalls nicht perfekt aber evtl. uns gut ergänzt auf jeden Fall hab ich gekämpft!

Ob es nur so gesagt war oder nicht, dass er hinter mir auf der letzten Geraden selber etwas gelitten hat, hat mir doch ein Lächeln auf die Lippen gezaubert!!!

Den 1.Platz belegte übrigen Daniel gemeinsam mit Martin Plank – meines Wissens mit einem problemfreien Rennen – mit der Zeit von 39 Min 21 Sek. Herzliche Gratulation dazu!!!!

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Ganfondo Giro Italia Vienna

Erstmals überhaupt war ein Radrennen in der Bundeshauptstadt angesagt. Ein 120km langer Kurs zuerst vorbei an den Shenswürdigkeiten Wiens dann raus Richtung Gänserndorf  bis nach Angern an der March und wieder zurück nach Wien zum Praterstadion. Ein flacher Kurs sollte zwar mein Terrain zudem aber sehr gefährlich sein.

Ich startete mit vielen bekannten Gesichtern wie Wolfgang Cihak, Wolfgang Haider, Christian Lechner, Günter Baringer, Tom Grill, uvm. im ersten Startblock sehr weit vorne. Die ersten 22 km wurden mit 25 km/h neutral geführt und diesmal ein anderes ein tatsächlich funktionierendes „Neutral“ es hat echt gut geklappt – trotzdem hat es ein paar Unfälle gegeben. Nach der Freigabe aber ging es voll los – es wurde auf deutlich über 40km/h beschleunigt und daraus immer weider Attacken gesetzt, viele davon von mir. Wirklich ernst gemeint war aber nur Eine als ich und zwei weitere Fahrer zwei bereits ausgerissenen Fahrern folgten und diese einholten versuchte ich eine Fluchtgruppe zu organisieren. Dies scheiterte allerdings relativ rasch, da sich nicht alle an der Führungsarbeit beteiligen wollten. Ab jetzt beschloss ich nur noch zu Fahren um meinen Spaß zu haben, und damit soweit wie möglich vorne zu landen. Immer wieder setzte ich Attacken bzw. vereitelte Attacken anderer. Es schien als ob ich an diesem Tag endlose Kräfte hätte. Ab KM 100 wurde allerdings das Tempo nochmal verschärft und Attacken waren ab jetzt ernst gemeint. Jetzt wurde es auch anstrengender die Attacken zu parieren, es hat aber noch immer Spaß gemacht. Nach einem Geschlängel bereits wieder in Wien als ich meine Nase bereits ein Weile im Wind hatteals plötzlich ein Fahrer nach vorne schoss – es war so entschlossen und ich doch etwas paniert, dass ich weder mitgehen wollte und wahrscheinlich auch nicht mitgehen hätte können, es war bei KM 110 sprich vermeintliche 10 km vor dem Ziel, weshalb mir dies auch keine Sorgen bereitet und ich dachte, dass diese Attacke ebenso wie viele andere zum scheitern verurteilt wäre. Weiter hielt ich mich sehr weit vorne auf. Wieder auf der Reichsbrücke angekommen, als ich die Gatter zur Abfahrt Richtung Handelskai die eine Art Tunnel für die Fahrer darstellen sollten, sah, beflügelte mich das nicht gerade – zwar sehr weit vorne im Feld aber unentschlossen – einmal kurz nach gelassen – in einer solchen Situation kostet das ca. 20 Plätze. Vom Handelskai Richtung Stadion das gleich Bild und das gleiche Verhalten meinerseits – danach hab ich nur noch einen halbherzigen Sprint angezogen. Zum Ergebnis hatte dies, dass ich mit 10 Sek Rückstand auf den Sieger Platz 56 belegen konnte. Der Sieger hieß Gratz Johannes – vom Fluchtversuch 10 km vor dem Ziel rettete er 1 Sekunde ins Ziel – meine Vermutung war allerdings ebenfalls richtig, da es ab diesem Zeitpunkt tatsächlich nur noch 7 km waren – eher unwahrscheinlich, dass er weitere 3 km bestanden hätte.

Auch wenn ich den letzten km versch…. hab – summa summa-rum war es ein tolles Rennen mit sehr professionellen Touch, welches ab der Freigabe mit 43km/h Schnitt absolviert wurde!

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World Games of MTB oder Ausflug ins Lager der MTB’er

Da bereits zum dritten mal, hat meine Teilnahme an den „Wolrdgames of Mountainbiking“ in Sallbach Hinterglem für das Team „Biking 4 Butterfly Children“ mittlerweile Tradition. Rein sportlich steht ein MTB-Marathon auf dem Programm – zur Auswahl stehen 32 km mit 1200 hm,  42km mit 2000hm, 58km mit 2900hm oder 81km mit 3700hm. Nachdem ich mich im letzten Jahr für die längste Distanz entschieden hatte und feststellen mußte, dass ich dafür nicht das geeignete Fahrzeug (aber auch nicht genung Technik und Kndition) hab, hab ich mich in diesem Jahr für kurz un knackig entschieden.

Als Vorbereitung mit dem Gerät standen genau drei Ausfahrten mit dem MTB auf dem Programm – die Umstellung von der Strasse auf das Gelände sprich steilere Passagen und niedrigere Geschwindigkeiten ist gar nicht so einfach – mein Ziel für diese Jahr war die Teilzeiten aus dem letzten Jahr zu verbessern.  Die zu bewälrigende Strecke war technisch keine wirkliche Herausforderung.

Da der Start bei besten Wetter für 9:00 Uhr angesetzt war begab ich mich nach kurzem Aufwärmen in den Startbereich wo sich bereits ca. 1000 Mitbewerber aus allerlei Länder einfanden. Zum Glück hat mir mein Freund Robert Rosenberger eine Lücke im vorderen Drittel freigehalten.

Pünktlich ging es los. Auf der flachen Abfahrt auf Asphalt zu Beginn wurde gleich voll mit bis zu 50 km/h losgedonnert.  Nach einer Linkskurve immer noch auf festen Boden begann der erste und einzige wirkliche Anstieg mit 700hm und bis zu 20% steil. Da ich mich für die kurze Variante entschied wollte ich auch so fahren – soll heißen – voll von Beginn an. Das tat ich auch! Das Feld vor mir war nicht allzu groß – ein paar, echt Gute konnte ich noch sehen setzten sich relativ schnell ab. In der sogenannten 2ten Welle versuchte ich zu bestehen und mich weiter nach vor zu arbeiten was auch ganz gut gelang. Ab ca 300 hm hat sich mein Umfeld an Fahrern meiner Kragenweite gefunden und der Rest der Auffahrt war zwar sehr anstrengend aber nicht wirklich spannend – für mich aber immer wieder überraschend, dass ich in den steilen Passagen tendenziell Plätze gut machte die ich dann in den flacheren Passagen wieder verliere. Oben angekommen hatte ich die vorgenommene Zeit sogar unterboten. Die erste und einzige wirkliche Abfahrt war technisch nicht wirklich anspruchsvoll aber sehr schnell. Mit bis zu 70 km/h auf matschigem Schotterwegen ging es bergab und trotzdem wurde ich von eingen Bikern jeden Alters überholt- aber natürlich nur weil die ein viel besseres Bike haben ;-)). Unten angekommen galt es nach einen kurzen Stich auf festen Boden relativ flache Hügel auf Wiesenboden zu bewältigen. Da der Untergrund sehr nass war und jetzt auch noch meine Schaltung Faxen machte wurde dies zur echten Herausforderung, wodurch immer weider Fahrer auf mich auffuhren und mich überholen konnten. Ich meinerseits konnte erst wieder zurückschlagen, sprich einige Plätze gut machen, als die Strecke relativ lange auf welligen einfachen Feldwegen neben einem Bach aufwärts führte. Danach ging es wieder in eine Wiese. Gleich zu Beginn bei einem heftgen Schaltvorgang springt die Kette zwischen Speichen und Ritzel. Die vermeintliche Reparatur zog noch dazu eine stark blutende Verletzung meiner rechten Hand nach sich. Bis zum Ziel galt es noch ca. 200 hm und 5 km zu bewältigen. Die Schaltung machte ab diesen Zeitpunkt was sie wollte – aber immerhin ich fuhr. Sachte und behebig dabei so schnell wie möglich bewegte ich mich in Richtung Ziel. Dieses konnte ich nach 1:38 Std auf Platz 33 bzw. Platz 10 in meiner AK erreichen. Angesichts der Panne war ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Sensationell war die Leistung von meinem Freund Robert Rosenberger der sich für die nächst längere Strecke entschied und seine Zeit vom Vorjahr um etwa 20 Minuten verbessern konnte!

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UWCT 2014 WM-Finale Straße

Aufgrund der Erfahrungen vom EZF hab ich mich für das Straßenrennen, welches am Sonntag den 31.08.14 geplant war, dazu entschieden mit meinen Teamkollegen bereits am Vortag anzureisen.

Der Start meiner Kategorie sollte um exakt 9:15 Uhr erfolgen – aufgrund eines kleinen technischen Problems mit dem Teambus war diesmal ebenfalls an ein vernünftiges Aufwärmen nicht zu denken. Dies sollte bei dieser Strecke allerdings wirklich keine Rolle spielen.

Die Strecke mit 157 km und 1200 hm bin ich bislang noch nie gefahren – aufgrund meiner nicht sonderlich guten Stimmung nach dem EZF hab ich dies auch nach diesem Event unterlassen. Das Höhenprofil wellig, einem etwa 250 hm und einem 500 hm Anstieg sollte mir aber liegen. Der erste Anstieg sollte nach etwa 40 km der zweite nach ca. 80 km erfolgen.

Zusammen mit etwa 180 Fahrern davon fünf aus Österreich ging es pünktlich los. Ich stellte mich ganz hinten auf – ich wollte mich die ersten km nicht stressen lassen, weil ich bis zum ersten Anstieg keine Attacken erwartet hab.

Zuerst ging es ca. 15 km durch die Stadt – die Strassen waren für das Rennen komplett gesperrt, die Verkehrsinseln, die Kurven, das Kopfsteinpflaster bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 40 km/h stressten trotzdem! Schon bei der dritten Verkehrsinsel unmittelbar vor mir ein Fahrer rechts vorbei, einer links vorbei der Dritte voll in den 20 cm hohen Randstein und in dahinter stehende Laterne.

Nachdem wir Ljubljana hinter uns gelassen haben wurde das Tempo noch etwas angezogen, da ich aufgrund meiner optimalen Vorbereitung auch an diesem Tag wieder gute Beine hatte, fiel es mir leicht das Tempo mitzugehen und fuhr jetzt in der Mitte des Feldes. Der erste Anstieg war flacher als erwartet und wurde entsprechend schnell gefahren. Da dies nicht mehr allen Fahrern leicht viel gingen kleine Löcher auch die ich locker zufahren konnte. Am Ende der Steigung war das Feld in etwa halbiert.

Meine Stimmung war großartig, die Strecke schien mir auf den Leib geschneidert. Die nächsten Kilometer leicht fallend schöne Kurven hohes Tempo, ich sah mir das ganze sehr entspannt, immer die Spitze im Blick von hinten an. Dann die erste richtige Abfahrt, nicht steil schöne Kurven auf gutem Asphalt. Jetzt wurde natürlich voll gebolzt, ich noch immer die Spitze im Blick. Vor mir zwei türkische, ein südafrikanischer und ein US-amerikanischer Fahrer, die mit der Abfahrt völlig überfordert waren – allerdings dauerte es fünf  Kurven bis ich diese überholen konnte – die Spitzengruppe konnte ich am Ende der Abfahrt nicht mehr sehen. Hinter mir noch ein paar weitere Fahrer.  Bis wir uns zur Aufholjagd formiert hatten war die Spitze ca. 90 Sekunden weg.

Da vorne offensichtlich richtig Druck gemacht wurde kamen wir trotz harter Arbeit nur unwesentlich näher. Ziemlich verzweifelt und jetzt auch schon etwas angeschlagen, war ich am Fuße des zweiten Anstieges nach ca. 80 km ca. 60 Sek hinter der Spitzengruppe. Für den Anstieg benötigte ich nicht zuletzt auch dadurch und ohne vernünftigen Vordermann um über 3 Min. länger als die Spitze, was für die etwa 500 hm etwas mehr als 23 Min bedeuteten. Trotzdem konnte ich an diesem Anstieg einige Fahrer überholen, was meine Stimmung nur unwesentlich verbesserte.

Am Ende des Anstieges schöpfte ich noch einmal Hoffnung, da ich von einem italienischen Fahrer, der offensichtlich eine Pannen hatte und sich auf Aufholjagd befand, überholt wurde – ich konnte ihm folgen – zu leicht – da in diesem Streckenabschnitt Gegenwind herrschte war damit auch diese Hoffnung begraben. Bald fuhren wir auf einen slowenischen Fahrer auf usw. – das ganze ging aber trotz harter Arbeit viel zu langsam um auf eine Spitzengruppe Zeit gut zu machen.

Ab KM 120 war mir eigentlich nur noch wichtig unfallfrei ins Ziel zu kommen. Dadurch, dass die letzten 7 km wieder durch Ortsgebiet führten war dies in der mittlerweile immer grösser gewordenen Gruppe gar nicht so leicht.  In Zielnähe packte ich aber doch noch einen halbherzigen Sprint aus bei dem ich noch ein paar Fahrer überholen konnte.

Nach 3 Std. 58 Min. war die WM für mich dann beendet. Dies bedeutete Platz 77! Mit Peter Krebs auf Platz 59 war ein Fahrer aus Österreich vor mir platziert.

Da an diesem Tag für mich, auch mit wesentlich weniger Anstrengung viel mehr, dh ein Top 40 Platz drinnen gewesen wäre, bin ich doch etwas enttäuscht und verärgert. Nicht etwa, die auf der Abfahrt überforderten Fahrer ärgern mich, sondern weil ich meine Chancen offenbar nicht ernst genug genommen hab und mir die Strecke nicht seriös angesehen hab oder nur, auch auf scheinbar unkritischen Abschnitten konzentriert bzw. halbwegs richtig positioniert gefahren bin.

Aufgrund meiner Möglichkeiten beim zweiten Anstieg wäre aber ein wirklicher Spitzenplatz (Top 10) nicht bzw. nur bei optimalstem Rennverlauf möglich gewesen!

Dass mir die Strecke tatsächlich auf den Leib geschneidert gewesen wäre bestätigt sich für mich dadurch, dass in der Ergebnisliste kein einziger, von denen bei der ersten Abfahrt abgehängten Fahrern vor mir aufscheint!

Das war das UWCT-Finale – Es war eine Top-Veranstaltung, alles professionell organisiert und auch gut besucht. Bei mir selbst kam leider nie wirkliche WM-Stimmung oder Flair auf! Schade, wahrscheinlich hab ich es einfach nicht ernst genug genommen!!!

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UWCT 2014 WM-Finale EZF

Nachdem ich am 06.06.2014 auch in Ljubljana, wie beschrieben an der Qualifikation zum WM-Finale um etwa 12 Sekunden gescheitert bin, mich aber in St. Pölten am ???? über den Marathon (da in St. Pölten lediglich eine Marathon statt gefunden hat) zum WM-Finale im EZF als auch für die Straße qualifiziert hab, hab ich diese Möglichkeit am 28.08.2014 auch wahr genommen. Die Erwartungshaltung an die Veranstaltung waren hoch, jene zum Ergebnis aufgrund meines Auftrittes und in Anbetracht der Konkurrenz eher bescheiden.

Auf dem Programm stand, der bereits von der Quali bekannte Kurs mit 18,6 km Länge, nahezu flach mit Wende!

Meine Startzeit wurde mir mit 12:41 rechtzeitig bekannt gegeben. Mein Tag begann somit um 06:15 mit einer Ergometereinheit und Frühstück – nach 3 Std Fahrzeit um 10:30 Uhr in Ljubljana angekommen erwartete mich eine Verkehrsinfarkt, weshalb sich meine bis dahin extrem positive Stimmung durch mind. eine Std. Zeitverlust in Stress umwandelte – da meine Teamkollegen (Robert Rothschedl, Peter Muntean, Martin und MArkus Plank, Hans Peter Fellinger) bereits einen Tag früher angereist waren und für mich Lizenz und Startnummer checkten, war meine Startzeit nicht gefährdet. An ein vernünftiges Aufwärmen war allerdings nicht mehr zu denken.  Ohne das Flair und die  Stimmung einer WM in mich aufzusaugen hab ich mich um 12:35 Uhr im Startbereich eingefunden. Dort wurde noch mein Rad überprüft. Da ich der Erste in meiner Kategorie war, zwei Minuten vor mir kein Starter.

Als ich aufgerufen wurde und von zehn der Countdown eingeleitet wurde kam doch etwas Nervosität auf. Mein Plan war aufgrund des schlechten Aufwärmens zügig aber nicht voll zu beginnen und ab km 6 alles zu geben. Da ich den Kurs schon gefahren bin sollten keine Überraschungen auf mich warten – gefehlt, kurz nach dem Start allerdings bereits mit 40 km/h wurde eine Kurve wesentlich enger geführt, was einer Vollbremsung bedurfte um nicht in der Absperrung zu landen. Das war es aber dann auch schon mit den Überraschungen was die Strecke betraf. Mein Beine fühlten sich gut mein Fahrstil wie immer etwas zu unruhig, das Reisetempo war gut, dachte ich, als ich kurz vor der Wende von dem 30 Sek. hinter mir gestarteten Fahrer überholt wurde. Die Wende gut gemeistert etwas frustriert wurde ich weitere 2 km vom nächsten Fahrer überholt, was meine Stimmung nicht verbesserte.  Der kleine Anstieg etwa vier KM vor dem Ziel wurde im Wiegetritt passiert und war diesmal kein wirkliches Problem. In den letzten zwei Kurven vor dem Ziel hab ich nichts riskiert und etwas herausgenommen bevor ich ab der 300 Meter Marke nochmal alles geben hab und das Ziel mit einer Zeit von 25:42 Sekunden überqueren konnte.

Dies ergab in Anbetracht der Veranstaltung und der Konkurrenz (es waren einige Spezialisten, die nur wegen des EZF angereist waren, am Start) den für mich guten Rang 25!

Nach eingehender Analyse bin ich mit dem Ergebnis insofern zufrieden, dass ich als einzige Starter im Vergleich zur Qualifikation die Zeit (26:12) verbessert hab. Mit dieser Zeit hätte ich mich auch locker direkt qualifiziert. Der Sieger der Qualifikation Alexander Bauer wurde „nur“ Zweiter und benötigte mit 23:27 um 30 Sekunden länger als in der Quali und hätte mit seiner Quali-Zeit den Sieger Nicoletti Stefano (23:12) locker geschlagen!

 

WM Finale 2014 EZF in Ljubljana - kurz nach dem Start

WM Finale 2014 EZF in Ljubljana – kurz nach dem Start

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WM Finale 2014 EZF in Ljubljana – auf der Reise

 

 

Weltradsporttage Hartberg 7. Etappe Bergsprint 8. Etappe EZF

7. Etappe Bergsprint

Am vorletzten Tag ging es darum sich in einem Bergsprint zu messen. Auf dem 5,4 km langen Kurs geht es nach einer welligen Anfahrt mit einem 40 hm Hügel  ca. 200 hm noch mit flachen und bis zu 14% ansteigenden Passagen. 1500 Meter vor dem Ziel noch eine kleine Abfahrt und ins Ziel nochmal ein kleiner Anstieg. Richtig angerichtet um sich voll auszupumpen.

Der Start um exakt 14:00 Uhr verlief wie immer etwas nervös. Das Starterfeld diesmal wieder gespickt mit spezialisierten Tagesfahrern wie Bernhard Neff, Klaus Keil, Robert Ertl, etc. Ich mit 95 kg Körpergewicht zähle diese Etappe eher nicht zu meiner Spezialdisziplin habe aber aufgrund meiner Erfahrungen bei der Transalp auch keinen großen Respekt davor. Außerdem sind meine Konkurrenten um die Gesamtwertung auch keine Leichtgewichte. Sowohl Igor Gavrilov als auch Bernd Quitzow bringen jeweils mehr als 80 kg auf die Waage.

In der welligen Anfahrt zum Hauptanstieg hielt ich mich in der hinteren Hälfte des Feldes auf – immer ein Auge auf Igor und Bernd. Igor hatte ständig einen Landsmann vor sich. In den ersten relativ flachen Abschnitt des Anstieges zog dieser auch sofort das Tempo an, Igor und Bernd hinten nach. Ich etwas weiter hinten wollte mein Tempo fahren. Nachdem es erstmals etwas steiler wurde musste Bernd reißen lassen ich ging an ihm vorbei. Igor dann unmittelbar aber etwa 25 Meter vor mir. Ich behielt meinen Rhythmus – im steilsten Teil konnte ich ein wenig aufschließen – als es dann wieder flacher wurde und ein paar leichte Böen kamen verlor ich wieder etwas – so ging es bis zur 1500 Meter Marke – ein Blick zurück bestätigte mir, dass Bernd endgültig reißen lassen musste. In der letzten schnellen Passage, noch eine Rechtskurve die mir aufgrund meines Zustandes fast zum Verhängnis wurde, hab ich auf Gavrilov aber endgültig wieder wertvolle Zeit verloren.  In dieser Etappe konnte ich somit nicht nur den 5.Platz ergattern sonder auch 29 Sekunden auf Bernd gut machen und den 2.Platz in der Gesamtwertung erkämpfen.

 

8. Etappe Einzelzeitfahren

Als letzte Etappe stand das EZF, auf dem bei Paarzeitfahren erprobten flachen Kurs mit 17,6 km Länge, auf dem Programm. Auf Grund meiner Platzierung startete ich als vorletzter um 10:32 direkt hinter Quitzow und vor Gavrilov. Meine Vorbereitungen konnte ich wie ein paar Tage zuvor beim Haus meines Freundes Durli vornehmen – dies trug zu einer lockeren Stimmung meinerseits bei. Immerhin galt es meinen 2. Platz mit 21 Sekunden gegen Quitzow  zu verteidigen und evt. Gavrilov, der aber mittlerweile mehr als eine Minute vor mir liegt und als sehr guter Zeitfahrer gilt, anzugreifen.  Außerdem wollte ich auch im EZF zeigen was ich noch drauf habe.

Nach mittlerweile sieben Etappen fühlten sich meine Beine den Umständen entsprechend noch ganz gut an. Aus der Startbox, gestartet wurde im 30 Sekunden Takt, beschleunigte ich sukzessive auf meine Zielfrequenz und auf das mir maximal mögliche Reisetempo. Die Wetterverhältnisse waren perfekt. Mit 45 – 50 km/h konnte ich das erste Viertel bewältigen – kurz darauf lief ich auf zwei vor mir Gestartete auf und Bernd rückte in mein Blickfeld – kurz vor der Wende begegnete mir Bernd, er schien noch gute Beine zu haben – nach meiner Einschätzung dürfte ich etwas aufgeholt haben. Dann noch einen Fahrer eingeholt und Gavrilov noch auf der Gegengeraden, er dürfte auf mich etwas verloren haben. Bis km 14 funktionierten mein Rad als auch ich wie eine Maschine. Sowohl mein Rad als auch meine Lungen und Beine begannen danach zu jammern. Nachzugeben stand heute aber nicht auf dem Programm – so prügelte ich verbissen meine Maschine die letzten Kilometer ins Ziel und konnte dieses mit einer Zeit von 23 Min. 55 Sek (mehr als 44 km/h Schnitt) erreichen. Nur 5 Sek hinter dem Sieger, Igor Goldmann und 2 Sekunden hinter dem Zweiten konnte ich damit Platz 3 in dieser Etappe erringen. Unmittelbar weniger als 4 Sekunden hinter mir Quitzow und Gavrilov die wiederum nur 2 Zehntel Sekunden von einander getrennt sind!

Ein wahnsinnig knappes Rennen mit dessen Ausgang ich sehr zufrieden bin. An den Platzierungen der Gesamtwertung in der Kategorie H2 (Unlizenzierte JG. 65 – 74) änderte sich nichts mehr.

1. Gavrilov (RUS)

2. Koppensteiner (AUT)

3. Quitzow (GER)

4. Schmarchahka

etc.

Alle Trophäen von den WRST Hartberg 2014 v. 14.-22.08.2014

Alle Trophäen von den WRST Hartberg 2014 v. 14.-22.08.2014

Mit Bernd Quitzow und Wolfgang Cihak am 22.08.2014 nach der Siegerehrung zu den WRST in Hartberg

Mit Bernd Quitzow und Wolfgang Cihak am 22.08.2014 nach der Siegerehrung zu den WRST in Hartberg

Weitere Fotos sollten noch folgen!!!!!

 

 

 

 

Weltradsporttage Hartberg 6. Etappe – Straßenrennen Grafendorf

Nachdem mich die vierte Etappe echt paniert hat, begab ich mich mit wenig Zuversicht allerdings gut vorbereitet in nach Grafendorf, wo die 5. Etappe gestartet wurde.

Zu bezwingen gab es 56 km mit etwa 700 hm – die Strecke versprach ein schnelles Rennen – zuerst wellige relativ flache Anstiege allerdings im Gegenwind – danach eine flache aber sehr schnelle, lange Abfahrt – nach einer schleife eine lange tendenziell steigende Gerade ein kurzer Stich und wieder zurück – die letzten 5 km leicht steigend mit einem steil abfallend und nach zwei Kurven steil ansteigenden Zieleinlauf.

Gestartet wurde um 14:10 Uhr ein ca. 30 Mann großes Feld. Von Beginn an wurde gutes Tempo gemacht – aufgrund des Windes machte dieses in den ersten Hügeln nur wenigen Probleme. Ab km 10 fühlte ich, dass es mir viel besser als erwartet geht, noch etwas unsicher hielt ich mich dann eher weiter vorne auf. Erste Attacken meinerseits folgten selbstverständlich! Am nahezu höchsten Punkt hat mir Markus Plank eine Trinkflasche gereicht – das war zusätzlich motivierend. Auf der schnellen langen Abfahrt hielt ich mich vorerst hinten auf um zu sehen was Gavrilov und Quitzow vorhaben – sie taten nicht viel, auf Attacken wurde nicht mal reagiert.

Da ich mich gut fühlte startete ich mal durch, Michael Klug und ein Russe gingen mit – diese Attacke wurde ernst genommen – nach kurzer Zeit waren wir wieder gestellt. Mit einem Höllentempo von teilw. über 90 km/h ging zur Abzweigung nach Mönichwald – leicht ansteigend viele Wellen eine Attacke nach der anderen – alle von mir – meist war Michael Klug mit von der Partie – in Mönichwald beim kurzen Stich – volle Attacke von drei Bergflöhen – ich hinter her, konnte ihnen nicht ganz folgen – gemeinsam mit den nachkommenden noch ca. 15 Fahrern waren sie aber bald wieder gestellt. Nach einer kurzen Erholung wieder Attacken, wieder nahezu alle von mir – so wollte ich sehen ob die Russen die jetzt offensichtlich zusammen arbeiten müde werden. Quitzow hat das überzuckert und schaltete sich unterstützend ein. Gavrilov konnte aber alle Versuche abwehren.

Die letzten 5 km, leicht ansteigend zeigten meine Lungen und Beine aber auch schon Wirkung – das Tempo konnte ich in der Gruppe aber bequem mitgehen, nur achtsam wollte ich sein um nicht wie vorgestern eine Attacke zu übersehen. Die Anfahrt in die Zielkurven war echt gefährlich, da mir die Platzierung egal war bin ich nicht volles Risiko gegangen hab aber auch in den letzten 150 Meter steil ansteigend auch nicht die vollen Watt auf die Pedale gebracht, evtl. hatte ich auch einen falschen Gang eingelegt – Platz vier hätte locker drinnen sein müssen, Platz sechs ist es geworden – 3 Sekunden hinter dem Sieger – ein Tagesfahrer, den ich das gesamte Rennen vorne nicht gesehen hab!

Quitzow hat wieder, vor allem in Zielnähe, alles richtig gemacht und Gavrilov hat am Ende doch Wirkung gezeigt und selbst auf mich ein paar Sekunden abgeben müssen. Im Gesamtwertung hat sich aber nichts wirkliches verändert! Da Gavrilov ein starker Zeitfahrer ist wird ihm der Gesamtsieg nur noch schwer zu nehmen sein!

 

 

Weltradsporttage Hartberg 5. Etappe – Straßenrennen mit Bergankunft

Mittlerweile den sechsten Tag im Renneinsatz bin ich doch schon etwas angeschlagen. Das heutige Rennen mit der Zielankunft am Pöllauberg geht über lediglich 34 km und etwa 700 hm! Das soll aber keinesfalls heißen, dass es leicht wird!

Die Strecke führt zuerst wellig über drei etwa 40 hm Hügel die mir gut liegen müssten – nach einer Ebene von ein paar km ein erster richtiger Anstieg von ca. 120 hm, nach ein paar Ecken in eine wilde Abfahrt mündend hügelig zur leicht abfallenden Geraden in die Auffahrt zum Pöllauberg.

Heute wieder gemeinsam mit der Kategorie H1 ein relativ großes Starterfeld gespickt mit guten Tagesfahrern wie Edi Trausmüller, Bernhard Neff, dem Sieger aus dem Vorjahr, Klaus Keil, Marcher Wolfgang,  Günther Schwarz, etc. Selbstverständlich waren auch der Gesamtführende Quitzow und der Zweite Gavrilov anwesend. Um 12:30 bei etwas Wind aber guten Bedingungen ging es los.

Zur meiner großen Überraschung wurde nicht voll los gebolzt, erst bei der ersten Welle hat Marcher etwas drauf gedrückt – bei der zweten Welle hab ich das Tempo hoch gehalten, bei der dritten Welle hat Quitzow eine nicht ernst zu nehmende Attacke gesetzt. Danach auf der Geraden bis zum ersten Anstieg hohes aber nicht anstrengendes Tempo. Im relativ steilen ersten Anstieg haben einige Tagesfahrer gemeinsam mit Gavrilov gezeigt was sie drauf haben etwa 15 Mann schienen weg zu sein dahinter Quitzow und ich, das Loch vor uns wurde immer grösser zwei junge schlossen auf uns auf zu viert nahmen wir die Verfolgung auf. Einer der Beide Englisch sprechend, fuhr stark aber sehr unrhythmisch, der zweite eine lange Berggemse half uns ebenfalls, Beide brachen aber wieder nach hinten weg.  In der wilden Abfahrt – ich vorne schienen wir doch etwas näher zu kommen – plötzlich fehlte Bernd – für Rücksicht war allerdings keine Zeit – ich voll drauf zwei vor mir fahrende waren eingeholt und kurz darauf auch das Feld – Bernd schien weg zu sein.  Etwas später noch vor der Anfahrt zum Pöllauberg hat er aber auch wieder den Anschluss geschafft.

Als etwa 20 Mann große Gruppe kamen wir am Fuße des Pöllauberges an – zehn bis zwölf Mann lagen vor mir auch Gavrilov und Quitzow – Igor schien einen starken Tag und ein gutes Hinterrad zu haben an Bernd war ich sehr rasch wieder ran gekommen. Bin kurz hinter ihm gefahren und dann vorbei – wir wollten uns dann zusammen hochkämpfen – zwei Fahrer vom Typ Bergfloh gingen an uns noch vorbei, etwas hinter uns Günther Schwarz von der Statur eher kein Bergfahrer – zu meiner Überraschung ging er ebenfalls vorbei – ich konnte sein Hinterrad halten und Bernd konnte mein Hinterrad halten. Am Ende des Anstieges kurz vor dem Ziel noch ein kurze Rampe – ich schaute kurz zu Günther – er sagte wenn ihr könnt geht vorbei – das taten wir mit den Plätzen sechs, sieben und acht überquerten wir in der Reihenfolge Bernd, ich und Günther die Zielline.

Gefühlt war Gavrilov mehrere Minuten vor uns da, es waren aber lediglich 40 Sekunden – diese waren jedoch für ihn zur Übernahme des gelben Führungstrikots ausreichend!

 

 

Weltradsporttage Hartberg 4. Etappe – Rundstreckenrennen

Auf der 4. Etappe ging es in eine etwa 21 km lange Runde . diese war dreimal zu absolvieren. Am Start fanden sich wieder die Kategorien H1 und H2 ein diesmal zusammen nur etwa 25 Fahrer. All jene die um die Gesamtwertung kämpfen fanden sich ein.

Die Runde hatte im groben lange Geraden mit einfachen Kurven eine schmale Straße mit einem echt bissigen Anstieg in zwei Phasen, als Schlüsselstelle, eine wilde Abfahrt und eine ansteigende langgezogene Zielkurve mit einer kurzen Geraden.

Pünktlich um 12:30 Uhr ging es los. Rauf auf die lange Gerade mit Gegenwind waren keine Attacken zu erwarten. Das Tempo mit etwa 45 km/h war aber überraschend hoch. Ich hab mich bis zur ersten Durchfahrt der Schlüsselstelle zurück gehalten. Im Anstieg testete ich mal was meine Mitbewerber in dem steilen Stück drauf haben nicht voll aber zügig drückte ich mich an die Spitze nahezu alle kamen mit bzw. kamen bei der darauf folgenden Abfahrt wieder nach. Bei der ersten Zieldurchfahrt das gleiche Spiel – ich stellte fest, dieser Anstieg sollte mir sehr gut liegen.

In der zweiten Runde, in der langen Gegenwindpassage hab ich mich wieder  zurückgehalten – ein Fahrer, der Drittplatzierte aus dem Vorjahr Igor Tarassov attackierte, da er heuer keinen echt starken Eindruck macht ließen wir in gewähren – bei einer langen Welle konnte ich es nicht lassen und setzte eine Attacke bei der ich auf Igor auffuhr und ihn stehen lassen konnte – das Feld reagierte, aber mehr wollte ich auch nicht. Das zweite Mal bei der Schlüsselstelle angekommen, war ich weiter hinten positioniert – die vor mir in der Gesamtwertung liegenden Quitzow und Gavrilov im Blick – dann links außen eine Attacke von einem jungen leichten Fahrer mit der Nr 101 – ich ging mit hinter mir noch drei vier weitere Fahrer danach schien ein Loch aufzugehen. Die Abfahrt danach wurde voll aber ohne großem Risiko genommen etwa fünf weitere Fahrer konnten aber danach wieder aufschließen. Das Ende der dritten Runde gab mir das Gefühl dieses Rennen im Griff zu haben!

Durch das Bummeltempo anfangs der dritten Runde konnte zwar völlig erledigt  noch ein paar weitere Fahrer heran fahren, sodass wir in etwa wieder 15 Mann waren – dies bekam ich mit, weil ich mich wieder ganz hinten einordnete. Bis zur Schlüsselstelle dann doch ganz flott gefahren passierte aber nicht viel. Dort angekommen wurde von ganz unten etwas früher als von mir erwartet von den Bergspezialisten voll angegriffen, ich lediglich Quitzow und Gavrilov im Visier machte mir keine großen Gedanken ihnen zu folgen, bis zur Mitte des Hügels war dies auch kein Problem – plötzlich drückten Beide an einem Hinterrad eines Bergflohes voll drauf, eine Lücke ging auf, ich voll am Limit, wurde diese sogar noch etwas grösser – oben angelangt auch noch ein kleines Problem bein Hochschalten – bergab reist dann gleich ein großes Loch auf, welches ich aber in den nächsten zwei, drei Kurven sogar ohne mich voll auszugeben schließen konnte – mich aber doch etwas nachdenklich stimmte. Für die letzten 5 km waren wir danach nur noch zu fünft.  Ein junger Russe machte Tempo, der Fahrer mit der 101, Karl Berghofer war auch noch mit von der Partie – auch er spannte sich trotz seiner zwar muskulösen aber zierlichen Statur ein – es war klar, dass es zu einem Zielsprint zwischen den drei ersten der Gesamtwertung kommen würde – ich rechnete mir dabei gute Chancen aus und wollte diesmal von hinten durchziehen. Genau wie erwartet ging es kurz nach der 300 Meter Marke los, Igor zog auf der Außenbahn an Bernd ging leicht nach Innen versetzt mit, weiter Innen konnte ich nicht – Bernd ging an Igor vorbei, ich konnte warum auch immer nicht meine volles Sprintvermögen (ich brachte es lediglich auf etwa 1300 Watt anstelle der schon gefahrenen 1800 Watt) abrufen und Beide nicht mehr überholen – zwar in derselben Sekunde an 3. Stelle konnte ich die Zielline überqueren!

In der Gesamtwertung hat sich durch diesen Zieleinlauf natürlich auch nichts geändert!

 

Sprint um den Sieg WRST Hartberg 2014 Rundstreckenrennen

Sprint um den Sieg WRST Hartberg 2014 Rundstreckenrennen