Wienerwald Cup 2018

Der Wienerwald Cup organisiert vom RC Mödling stellt eine traditionsreiche Veranstaltung im Osten Österreichs dar in der sich Zeitfahrer seit vielen Jahren messen. 2018 standen vier Rennen auf dem Plan, zwei auf flachen, zwei auf bergigen Terrain! Es gibt eine Wertung je Rennen sowie eine Gesamtwertung mit einem Streichresultat. Eine Siegesehrung gibt es nur für die Gesamtwertung.

Erstmals wollte ich in diesem Jahr den Wienerwald Cup in der Gesamtwertung absolvieren. Wobei ich kein Ziel definierte, ich wollte lediglich jedes Rennen so gut wie möglich bestreiten.

Erstes Rennen am 20.04.2018

Bei herrlichem Bedingungen mit Start in St. Corona waren 16 km mit 159 Hm zu absolvieren – zuerst 8 km tendenziell bergab – Wende – und zurück! Dies schaffte ich in 21:36,00 Minuten – dies ergab den 2. Platz in meiner Klasse, nur Franz Huber war schneller!

Die Strecke Nr. 1

Das Ergebnis Rennen 1

Zweites Rennen am 27.04.2018

Wieder bei herrlichem Bedingungen war diesmal Start in Gainfarn. Von dort sollte es für ein ZF-Rennen relativ bergig Richtung Zobelhof gehen. Genau waren 15 km mit 390 Hm zu absolvieren. Was an diesem Tag mit mir los war kann ich mir nicht erklären. Mit Startnummer 50 ging ich ins Rennen – bereits nach ca. 3 km wurde ich von der Nr. 51 überholt – bei etwa der Hälfte der Strecke wurde ich von der Nr. 54 überholt – einem Starter aus meiner Klasse. Ich belegte mit etwa zweieinhalb Minuten Rückstand den 7. Platz. Im Ziel blieben Hohn und Spott nicht aus.

Die Strecke Nr- 2

Das Ergebnis Rennen 2

Drittes Rennen am 04.05.2018

Bei windigen aber ansonsten guten Bedingungen fand auch das dritte Rennen statt. Diesmal ganz flach von Pottendorf nach Tattendorf. Es waren 14 km mit nur 22 Hm zu bewältigen. Aufgrund des Ergebnisses beim zweiten Rennen und des starken Windes, selbstverständlich Gegenwind war ich etwas verunsichert ansonsten fühlte ich mich gut. Zu verlieren gab es nichts.

Zu diesem Rennen war sogar wieder Franz Huber und weitere starke Fahrer (Wolfgang Kern, Josef Handler, etc.) aus der Stmk angereist – es waren mehr als 20 Starter allein in meiner Klasse (MII) am Start.

30 Sekunden vor mir ging bei starkem Gegenwind Markus Waschak, ein guter Amateur-Fahrer auf die Piste. Aufgrund der langen Geraden kurz nach dem Start konnte ich ihn bald vor mir sehen – trotz des Gegenwindes zog er mich magisch an – knapp nach der ersten Kurve nach etwas mehr als der Hälfte konnte ich ihn sogar ein und überholen – dies bedeutete, dass ich an diesem Tag gut sein musste. Dem war es auch, ich konnte meine Klasse doch recht deutlich vor Franz Huber für mich entscheiden. Hohn und Spott (ohne Worte) konnten an diesem Tag zurück erstattet werden!

Die Strecke Nr- 3

Das Ergebnis Rennen 3

Viertes und letztes Rennen am 25.05.2018

Obwohl bis kurz vor dem Start geregnet konnte auch dieses Rennen bei perfekten Bedingungen gestartet werden. Die Strecke diesmal kurz und knackig – Start in Alland auf der Helentalstraße zuerst 4 km relativ flach danach immer steiler werdend bis ins Ziel nach Holzschlag.

Aufgrund dessen, dass ich sehr spät ankam holte ich mir die letzte Startnummer ab. Unmittelbar vor mir startet zufällig der in der Gesamtwertung vor mir liegende Knut Okressek. Es handelt sich um den Fahrer mit der Nr. 54 beim 2. Rennen. Es war klar, wenn ich ihm im Ziel näher als die 30 Sekunden Startvorgabe war geht die Gesamtwertung an mich ansonsten war ich irgendwo zwischen Platz 2 und 5.

Auf dem flachen Teilstück kam ich ihm sichtlich sehr rasch näher noch im flachen war ich knapp (10 Meter) an seinem Hinterrad – überholen wollte ich allerdings nicht – besser dran bleiben als danach explodieren dachte ich – und tatsächlich ich konnte den Abstand bis ins Ziel halten.

Dies bedeutete einen weiteren Tagessieg und Gesamtsieg im Wienerwald Cup!

Die Strecke Nr- 4

Das Ergebnis Rennen 4

Gesamtwertung

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Erster Start 2018 – Zufriedenstellend

Die Vorbereitungen für die Saison 2018 waren angesichts der Probleme in den Jahren 2016 und 2017 etwas zäh – Motivationprobleme waren der Hauptgrund dafür.  Meine Trainingseinheiten waren nicht zuletzt deshalb bislang eher kurz und intensiv. Die Wattwerte unter Laborbedingungen bis 30 Minuten aber echt OK!

Bereits traditionsgemäß sollte wieder das EZF in Ybbs als Saisonstart dienen. Am 07. April sollte dieses über die Bühne gehen. Eine hochkarätige Besetzung schmückte für diesen Tag die Starterliste in meiner Klasse, allen voran Bernhard Neff, Huber Franz und Reindl Mafred aber auch Namen wie Nicolas Adametz, Mario Marion und einige mehr waren darauf zu finden!

Das Wetter war warm, sonnig und sehr windig – windig nicht gerade ein Vorteil für einen aerodynamischen Kapazunder wie mich. Unmittelbar vor mir startete Adametz, mit Sicherheit auch kein Leichtgewicht und aerodynamisches Wunder. Mit einem 30 Sekunden Abstand begab ich mich auf seine Verfolgung – bis zur Wende nach etwa 6,5 km wollte ich ihn eingeholt haben – dies gelang mir leider nicht – angesichts des starken Rückenwindes fuhren wir bis dahin Irrsinns-Geschwindigkeiten (meist deutlich über 50 km/h auf ebender Strecke). Kurz nach der Wende war es aber soweit. Der Gegenwind bei der Rückfahrt war dann natürlich mindestens ebenso deutlich zu spüren. Trotz brennen in den Oberschenkel versuchte ich das Tempo so hoch wie möglich zu halten. So konnte ich auch relativ schnell einen weiteren Fahrer ein und überholen. Dem Betteln der Oberschenkel um Gnade musste ich danach leider etwas nachgeben.

Nach exakt 16:55,94 Minuten konnte ich die Ziellinie überqueren – leider nur ganz knapp vor dem hinter mir gestarteten Bernhard Neff, was zwar meine Stimmung für diesen Tag nicht trübte, allerdings die Aussicht auf ein gutes Ergebnis!

Schlussendlich ergab diese Zeit aber doch den 3. Platz, nur Manfred Reindl konnte sich noch dazwischen schieben. Angesichts der Bedingungen war ich sowohl mit der Zeit als auch der Platzierung zufrieden.

Ergebnisliste

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