King of the Lake 2015

Als letztes Rennen der Saison sollte der „King of Lake“ auf dem Programm stehen. Da sich schon viele aus meinem Team angemeldet hatten sollte es auch ein großer Auftritt des „ESR-Racing by Bernhard Kohl“ werden. Das Startefeld wurde mit 500 Startern begrenzt – als ich mich anmelden wollte, war schon voll.

Als ich einen Start bei diesem Event schon abgehackt hatte, wurde mir bekannt das Karin, unsere einzige Dame im Team ihren Start zurückzog und mir ihren Startplatz überlies. Am Tag des Events bei sehr mittelmäßiger Wettervorhersage begab ich mich voll motiviert in Richtung Seewalchen am Attersee.

Auf der Reise dort hin musste ich leider die Absagen beinahe aller Starter aus unserem Team erfahren. Nur Jürgen Pansy und meine Wenigkeit haben offensichtlich die Motivation gefunden, uns dort an den Start und der internationalen Konkurrenz zu stellen – das machte mir aber nichts aus – fahren muss man bei einem EZF ohnedies alleine.

Da mir offensichtlich auch die Startnummer von Karin zugeordnet wurde hatte ich eine sehr frühe Startzeit. Nur etwa 30 Einzel-Starter/innen begaben sich vor mir auf den über 47 km langen Rundkurs. In meinen Berechnungen sollte ich auf jeden Fall mit einer Bestzeit ins Ziel kommen und wenn alles gut geht sollte es mir gelingen alle vor mir gestarteten Einzelstarter zu überholen.

Das Event war groß angelegt viele Sportler und Zuseher fanden sich bereits bei meinem Start ein. Die Stimmung war großartig meine Anspannung auch. Los ging es von einer langen steilen Startrampe – richtig motivierend – bei gesperrter Strecke galt es ab nun mit Volldampf loszulegen. Aber Achtung, ein so langes Zeitfahren hatte ich noch nie absolviert. Ich nahm mich anfangs etwas zurück. Als ich aber relativ schnell auf die ersten Fahrer auffuhr ging das nicht mehr. Bei nahezu perfektem Wetter (leicht windig, 18 Grad) kam ich immer besser in Fahrt und konnte ständig vor mir gestartete Fahrer/innen überholen. Einige unangenehme Höhenmeter galt es nach etwa 27 km zu überwinden – kein Problem danach ging es dafür so richtig flott dahin. Bei etwa km 42 als ich dachte jetzt ist es schon vorbei überraschten mich noch ein paar Stiche, nicht zuletzt deshalb wollte das Ziel nicht näher kommen. Schlussendlich konnte ich die Zielline mit der Zeit von 1 Std 6 Min 44 Sek überqueren.

Zu meiner nicht gerade positiven Überraschung waren aber doch schon einige Fahrer im Ziel und der Platzsprecher sagte mich mit der zweitbesten Zeit an. Voll angefressen ging ich mich umziehen und wollte umgehend weg.

Bevor ich mich aus dem Staub machte schaute ich nochmal im Zielgelände vorbei und auf die große Anzeigetafel mit der aktuellen Ergebnisliste – etwas erstaunt – jetzt positiv – war ich dass ich nach bereits mehr als 200 Finishern noch auf Platz 5 und in meiner Klasse auf Platz 2 lag. Außerdem hat mir ein Freund mitgeteilt, dass Raphael Kreilhuber ein sehr starker Deutscher Amateur aus persönlichen Gründen bereits vor mir gestartet war, weshalb ich nur mit der zweitbesten Zeit ins Ziel kam – naja dann war meine Leistung doch gar nicht so enttäuschend, dachte ich. Als aus meiner Altersklasse keiner mehr kommen sollte wurde ich knapp hinter zwei Deutschen auf Platz 3 geführt. Voller Freude konnte ich der Siegerehrung entgegensehen und noch ein paar Freunde wie auch Jürgen ordentlich anfeuern. Als auch die letzten Fahrer gestartet waren begab ich mich zum sehr spannenden Live-Timing um Jürgen gegen die starke Konkurrenz aus dem In- und Ausland zu beobachten.

Für mich sehr spannend, bis zu dem Zeitpunkt als plötzlich der Name Torsten Endres auftauchte – der gehört doch in meine Klasse. Offensichtlich durften die zehn Bestplatzierten aus dem Vorjahr am Ende starten. Weshalb ich seine Klasse nicht weiter beschreiben brauche. Bei der ersten Zwischenzeit war er allerdings nur ganz knapp vor mir – ich warte auf die nächste Zwischenzeit – der Abstand veränderte sich allerdings zusehens in die falsche Richtung. So ging der schon sicher geglaubte Stockerlplatz  doch noch verloren. Zwar als bester Österreicher aber viert platzierter, verlies ich dann doch noch vorzeitig und mit schlechter Laune den Eventbereich.

Auf der Heimfahrt wurde mir aber doch immer mehr klar, wie schön es war hier starten zu können und zu dürfen sowie dass die erbrachte Leistung in Anbetracht aller Umstände echt gut war – und wie glücklich ich bin – ach ist das Leben schön – auch wieder daheim zu sein!

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Auf der Strecke beim King of the Lake

 

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unbekannter Weise auch ganz junges aber begeistertes Publikum

 

PZF von Bärenkopf nach Zwettl mit Gabriel Waringer

Als Team „Destination Tough“ nahmen wir uns vor das Paazeitfahren von Bärenkopf nach Zwettl  gemeinsam zu absolvieren. Wir das war mein junger Freund Gabriel Waringer, einer der besten Amateur Zeitfahrer Österreichs, und ich.

Da es sich dabei nicht um eine Rundstrecke handelte, war es notwendig, dass wir betreut wurden. Gerda übernahm diesen Part dankenswerter Weise für uns – sie brachte uns an den Start und erwartete uns im Ziel.

Es handelt sich bei diesem Rennen um eine schnelle, technisch anspruchsvolle Strecke und einem hochkarätigen Starterfeld, ein Eliteteam (Gaubitzer / Winter), ein Paar mit Peter Pichler einem ehemaligen Elitefahrer, Paul Robl (Spitzen-Amateurfahrer) / Gabler, Wolfgang Cihak mit Jens Matejka um nur einige zu nennen, waren dabei.

Da Gabriel wahrscheinlich der stärkere Fahrer sein sollte und ich am Vortag noch richtig geschwächt (muss eine leichte Viruserkrankung oder was ähnliches gewesen sein) war, übernahm er zu Beginn das Kommando. Er schlug ein hochkarätiges Tempo an – nicht nur körperlich war ich schnell am Limit auch technisch, vor allem bei den Abfahrten zu Beginn. Nach kurzer Zeit kam aber auch ich in Fahrt und wir fuhren gleichmäßige, schnelle Abwechslungen – perfekte Teamarbeit sozusagen.

In Arbesbach, etwa zur Hälfte der 43,3 km langen und 370 hm Strecke – hatten wir leider etwas Verkehr – ich war dadurch zwar nur minimal aber doch behindert – das notwendige, nachfahren trieb meinen Puls an den Plafond und mich wieder an mein Limit. Von da weg musste Gabriel wieder vorwiegend bzw. nahezu alleine, vorne agieren – im Anstieg Ritterkamp musste ich sogar reißen lassen – aber ich gab Alles. Gabriel musste kurz warten und schon ging es wieder voll weiter – gegen Ende dieser Samstag nachmittag Fahrt, konnte ich mich sogar wieder etwas einbringen. An der Ziellinie konnte ich mir bzw. wir uns nichts vorwerfen. Alles gegeben, was auch immer rauskommen sollte.

Es dauerte noch lange bis das Ergebnis bekannt wurde – das Warten hat sich gelohnt – es war erfreulich, nein sehr erfreulich – wir konnten außer dem Eliteteam alle hinter uns lassen. Grandios – Danke Gabriel!

Das Eliteteam hat uns aber doch mehr als zwei Minuten abgenommen – die Drittplatzierten, Paul Robl und Erwin Gabler waren nur ganz knapp hinter uns – den Bergsprint konnten wir trotz meiner Schwächephase mit der drittbesten Zeit als Paar absolvieren – hier waren die Profis uns das Team Robl / Gabler schneller.

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PS:

So nebenbei sei angemerkt, Gabriels Vater hat wie ich die Hauptschule Schweiggers besucht – drei Jahre nach mir ;-))

PZF Zillingdorf mit Peter Muntean

Unter den Zeichen einer Wiedergutmachung und einem Selbsttest stand diesmal das Paarzeitfahren in Zillingdorf. Mein Partner war wieder Sir Dr. Peter Muntean. Diesmal konnte ich wieder mit meiner eigenen ZF-Maschine an den Start gehen. Nicht zuletzt aufgrund meines Klassen-Sieges am Tag davor beim Bergzeitfahren in Kirchberg, war ich bester Laune und gut in Form.

Aufgrund einiger Turbulenzen im Vorfeld (Peter hatte viele Telefonate und ich bin ohne Kennzeichen auf meinem Volvo angekommen) haben wir unsere Startzeit versäumt – daher herzlichen Dank an den Rennleiter, dass er uns ohne Penalty-Time nachstarten lies.

Meine Devise war an diesem Tag genau, wie auch in Zeltweg – volle Kraft voraus – wenn Peter im Windschatten bleibt und und mich ab und zu ablösen kann, werden wir uns gut platzieren. Mit diesem Plan im Gepäck legte ich auch gleich voll los. Raus aus dem Ort, die lange Gerade in Richtung  Steinbrunn meist an die 50 km/h. Als ich mich kurz um Peter kümmerte – er war da, sah aber nicht mehr ganz entspannt aus aber gut drauf, er nahm zwar etwas kürzere Ablösen konnte aber das Tempo gut halten. So fuhren wir bis zum Anstieg in Pöttsching, der Schlüsselstelle der Rundstrecke. Hier musste ich zwar etwas raus nehmen um meinen Partner nicht zu verlieren, wir konnten aber ein gutes Tempo halten. Danach lag es allerdings größtenteils an mir, das restliche Drittel, der knapp 30 km langen Strecke, so schnell wie möglich durchzudrücken. Ich konnte voll fahren, Peter konnte mir folgen – wird schon passen, dachte ich als wir so, dann doch noch das ein oder andere vor uns gestartete Paar überholen und die Ziellinie überqueren konnten. Und es passte – als schnellstes Paar an diesem Tag haben wir unsere Leistung und den Sieg bei Speis und Trank ordentlich gefeiert!

Danke Sir Peter!

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Bergzeitfahren auf die Styersberger Schweig

In Kirchberg am Wechsle, quasi in unmittelbarer Nähe meiner Wahlheimat war eine Berzeitfahren ausgeschrieben. Nachdem Don Danillo Wabnegg kurz „DON“ sich dort angekündigt hat um den Streckenrekord zu brechen, hab auch mich dazu hinreißen lassen, daran teilzunehmen.

Mein erstes Bergzeitfahren sollte es werden. Ab Ortsmitte in Kirchberg am Wechsel ging es rauf auf die Styersberger Schweig. Auf 10,1 km Länge gab es 900 hm zu überwinden, wobei nach 6 km erst 400 hm geschafft waren. Der Rest lässt sich leicht ausrechnen – daher über den Lieblingsgang nicht lange nachzudenken.

Naja das Starterfeld war hier nicht so hochkarätig wie bei anderen Rennen aber doch war es mit dem ein oder anderen Spitzenman gespickt. Das Wetter hatte an diesem Tag leichten Nieselregen und ganz leichten Wind am Programm. Als ich startete war es für einen derartigen Event perfekt. In meiner Einschätzung des Starterfeldes sollte ich bei dem 30 Sekunden Startintervall doch den ein oder anderen einholen können und in meiner Klasse einen guten Platz erreichen können.

Tatsächlich aber dauerte es recht lange bis ich auf den nächsten auffahren und überholen konnte. Aufgrund der Steigung und des langsamen Tempos sah ich immer viele Fahrer vor mir, es dauerte aber jeweils sehr lange sie ein- und zu überholen – dies trieb mich richtig an. Ich meinerseits wurde nach etwa zwei Drittel der Strecke auch überholt – mich anzuhängen war nur kurz gedacht – es war der spätere Gesamtsieger.

Oben völlig am Ende aber schnell erholt, waren keine Ergebnislisten vorhanden und Zeit hatte ich nur die selbst gemessene – die Einschätzung meiner Leistung war nicht leicht.

Die Siegerehrung fand oben im Gasthaus auf der Schweig statt – sicherheitshalber blieb ich – man kann ja nicht wissen. Für meine Klasse wurde ich als letzter aufgerufen mit der viert besten Zeit konnte ich die Klasse 40+ für mich entscheiden – da war die Freude groß!

Übrigens der DON hat aufgrund des Regens und einer Unbehaglichkeit am Tag des Rennens abgesagt – dh der Streckenrekord aus 1984 besteht zumindest ein weiteres Jahr!

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Radmarathon Zwettl 2015

Am 09.08 war es wieder soweit, es stand der Radmarathon in Zwettl, meiner Heimat auf dem Programm. Ich war mit Gerda schon am Tag davor angereist. Wir haben einen Teil der „neunen“ Strecke besichtigt (hab dabei einen Freund getroffen denn ich schon 25 Jahre nicht gesehen hatte), meine Eltern besucht, waren am Abend im Stausee Ottenstein baden sowie danach mit Freunden zu Abend gegessen. Coole Sachen, cooler Tag insgesamt!

Rechtzeitig im Startgelände eingefunden, war zar ein relativ kleines aber hochkarätiges Starterfeld – vor allem in meiner Klasse, allen voran Wolfgang Lackner und Manfred Schildböck, bereits anwesend.

Etwas nervös am Start, war mein Plan bei der ersten (relativ) langen Steigung nicht abzureißen, dann müssen die erst schauen wo sie mich  abschütteln können, nahm ich mir vor. Bis zur besagten Steigung ein sehr unruhiges Feld – in der Steigung ging es recht gemächlich los – ich konnte mich locker vorne halten – hab dies aber wie des öfteren schon, nicht getan – an etwa 30 Stelle fuhr ich in die letzte ca. 70 hm Rampe – auch diese schien mir anfangs kein Problem zu machen – der Schein täuschte, am Ende des Hügels ich knapp vorm explodieren fehlten mir nicht mehr als zehn Meter auf die Spitzengruppe – dieses Loch war für mich allerdings nicht zu schließen – ich drehte mich um – hinter mir große Leere.

Dann, obwohl ich nur kurz etwas raus nehmen mußte schloß aber nach kurzer Zeit mein Freund „Bazi“ Batoha auf. Der war wie immer bester Laune und bei Kräften – unglaublich – mit ihm konnte ich auf zwei etwas später abgerissene Fahrer aufschliessen.

Zu vier etwa gleich starke Fahrer in angenehmen aber doch recht flotten Tempo absolvierten wir den Großteil des Rennens. Etwa 20 km vor dem Ende nach dem Ort Ritterkamp war der letzte richtige Hügel,  teilw. > 10% und leichter Gegenwind! Ich setzte mich kurz vorm Anstieg an die Spitze meiner Gruppe, erhöhte etwas die Wattzahl als ich mich nach etwa 50 hm umdrehte hatte ich keine Begleiter mehr – da ich noch gute Beine hatte blieb ich drauf – aus meiner Gruppe konnte mir offensichtlich niemand folgen – dachte ich – 5 km später war Bazi wieder da – ein Kämpfer vor dem Herren – und noch immer bester Laune und voller Power – wir beschlossen das Rennen gemeinsam an die Ziellinie zu bringen!

Danke Bazi – Supertyp – super Rennen – leider kein Foto gefunden!

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erwischt – die entscheidende Stelle – von nun an trieb ich die Spitzengruppe vor mir her – immer weiter vor mir her!

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1. Platz Manfred Schildböck, 2. Platz Wolfgang Lackner, 3. Platz Adi Koppensteiner

 

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v.l.n.r Bernhard Rehrl, Stefan Stumpf, Wolfgang Hölzl, Adi Koppensteiner

 

ÖSTM PZF in Zeltweg mit Peter Muntean – verregnet und verpatzt!

Am 01. und 02.08.2015 sollten die österreichischen Meisterschaften im Einzel- und Paarzeitfahren in Zeltweg auf dem Flugfeld ausgetragen werden.

Meine ganze Rahabilitation, mit dem Motto der Weg ist das Ziel, war darauf ausgerichtet. Am 01.08 am frühen vormittag dort angekommen, das Umfeld, die Strecke die Konkurrenz – alles besichtigt – alles Top-Professionell – im Vorfeld!!

Kurz nachdem es losgegangen war sind mir die ersten nicht verschwitzten Fahrer entgegengekommen – sie durften nicht starten – es haben meist Kleinigkeiten an den Rädern nicht gepasst bzw. wurden falsch gemessen. In Summe wurde rund ein Drittel der Starter nicht zugelassen – ich war auch dabei!

Weitere Kommentare dazu sind entbehrlich, wären außerdem nicht Jugendfrei!

Am 02.08 nur deshalb wieder angereist weil ich meinem Teamkollegen Peter Muntean es zugesagt hatte und weil mir mein Freund Bernhard Rehrl seine ZF-Maschine zur Verfügung gestellt hat. Zu allem Überfluß fing es an diesem Tag in etwa 10 Minuten vor dem Start voll zu regnen an. Vorab sei erwähnt, es hörte an diesem Tag auch nicht weider auf – es wurde bis zum Ende der Veranstaltung immer stärker.

Was soll’s – es ist für Alle gleich.

Weil noch immer voll heiß vom Vortag, ging ich gemeinsam mit dem Haudegen Peter hoch motiviert an den Start. Ich legte voll los und hoffte, dass Peter sich in meinem Windschatten halten kann – dann muss doch was Gutes rauskommen, war meine Devise für dieses Rennen -gesagt getan. Nach etwa einem km drehte ich mich um – ich schon ziemlich am Limit in meiner Fontäne Peter relativ entspannt – das gibt es doch nicht dachte ich, er ging vor, nach einer kurzen Erholung übernahm ich wieder, versuchte das Niveau zu steigern – als ich mich wieder kurz umdrehte, das gleiche Bild – ich konnte machen was ich wollte Peter war entspannt hinter mir. Aufgrund dessen, daß wir gefühlt auf unsere stärksten Mitbewerber an Distanz verloren, war das Ganze für mich zu verzweifeln – ich begann mir die Situation schön zu denken und auf der folgenden langen Geraden bzw. Gegengeraden nochmal Alles zu geben. Tatsächlich konnte ich auf der Gegengeraden auf deutlich über 50 km/h beschleunigen und auch halten – jetzt läuft es – dachte ich – genau dann als Peter an mir vorbei fuhr. Am Ende der Gegengeraden, ich wieder vorne, bin ich zu allem Überfluss auch noch falsch abgebogen – diese Aktion versaute das Rennen dann Endgültig.

Mit richtig Verspätung kamen wir sturzfrei und gesund ins Ziel – doch was Gutes!!!

Ich wollte sofort Alles einpacken und abreisen, eigentlich schon abfahrbereit, teilte mir Peter mit, daß wir den dritten Platz erreicht hatten. Somit hab ich auch noch die verregnete Siegerehrung über mich ergehen lassen.

Da die Leistung nicht gepaßt hat, hielt sich meine Freude in Grenzen, in Summe waren wir als Team doch sehr erfolgreich – und zufrieden!

Sorry Sir. Peter – an diesem Tag ging nicht mehr!

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EZF durch das Grünbachtal Offenhausen

Ich, voll mit Adrenalin und hochmotiviert prügelte ich am 14.05.2015 meine ZF-Maschine auf toller Strecke durch das Grünbachtal. Dabei war nur Torsten Endres schneller als ich – in meiner Klasse.

Allerdings konnte ich Manfred Reindl nur um 0,5 Sekunden und Franz Huber um 5 Sekunden auf der 22,5 km Stecke abhängen – würde sagen, auch Glück gehabt!

 

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1. Pl. Torsten Endres; 2Pl. Adi Koppensteiner; 3.Pl Manfred Reindl

 

 

 

 

EZF Seibersdorf – 8 Wochen danach – Comeback mit dem Gehstock

Am 21.07.2015, nicht ganz acht Wochen nach meinem Desaster in Amstetten wollte ich es wissen. Zu Fuß konnte ich keinen vernünftigen Schritt ohne Gehstock machen – auf dem Rad als auch auf der Zeitfahrmaschine war ich schon wieder ein paar Kilometer unterwegs gewesen. Wie meine Form war resp. wie viel Energie mein Körper für den Heilungsprozess bis dato benötigt hatte war mir natürlich nicht klar.

Dies praktisch auszutesten stand an diesem Tag auf dem Programm – viele staunende und erfreute Gesichter als ich mich anmeldete bzw. mit meiner ZF-Maschine nach einer kurzen Aufwärmphase an den Start kam.

Wie immer 5,4,3,2,1 und los. Im 30 Sekunden Intervall wurde gestartet. Raus aus Seibersdorf, ich voll mit Adrenalin und etwas Rückenwind konnte mein Maschine ganz gut beschleunigen. Da ich recht schnell auf den Starter vor mir auffuhr, kann es auch so schlecht nicht gewesen sein. Noch vor km 5 überholte ich einen Weiteren vor mir gestarteten. Auf der langen Geraden war ich meist mit 45 oder mehr km/h unterwegs – ich fühlte mich gut und konnte noch auf weitere vor mir gestartete Fahrer aufschliessen. Etwa zur Hälfte des Rennens wurde ich meinerseits aber auch überholt.

Von km 13 bis 17, auf der etwas mehr als 22 km langen Strecke, weist dieses EZF nicht nur eine leichte Steigung auf, auch leichter Gegenwind und hohe Temperatur war an diesem Tag angesagt – obwohl ich auch in dieser Phase auf weitere vor mir gestartete Fahrer aufschliessen konnte verspürte ich jetzt doch einen kleinen Einbruch.

Die letzten 5 km gab es wieder etwas schub von hinten. Obwohl ich in dieser Phase wieder gutes Tempo fahren konnte wurde ich knapp vor dem Ziel noch von Martin Ganglberger ein- und überholt, weshalb ich meine Leistung dann vorerst nicht recht einschätzen konnte.

Schlussendlich stand ich auf der Ergebnisliste insgesamt auf Platz 15 sowie auf Platz 3 in meiner Klasse – in der Zeit fehlte mir von meiner Höchstform zwischen 20 und 40 Sekunden – in Anbetracht der Umstände war das für mich in Ordnung.

52 Tage nach dem Desaster in Amstetten beim EZF in Seibersdorf

52 Tage nach dem Desaster in Amstetten beim EZF in Seibersdorf

ÖM Straße 2015 – Amstetten – plötzlich war vieles anders ….

Meine erste österreichische Meisterschaft in einem Strassenrennen stand am 30.Mai 2015 am Programm.

Abreise war am mittleren Vormittag mit meinem (fast) neuen Volvo XC70. Über Wien sollte die Anreise bei bester Laune und guter Form statt finden. Weil ich meinen Freund Matthias den Masseur für die Transalp mitnehmen und meinen Teamkollegen vorstellen sollte – vorab, er konnte seine Fähigkeiten bei dem ein oder anderen bestens unter Beweis stellen – als wir in Amstetten in der Ostarrichi-Kaserne ankamen hatte ich schon etwas Stress, weil die Startzeit früher als von mir angenommen war. Schnell umgezogen und aufgewärmt ging es an den Start.

Auf dem Programm stand ein Rundrennen zu 6 Runden mit jeweils ca. 12 km und doch einigen Höhenmetern. Vor dem Start-Zielbereich war ein etwa 50 hm Anstieg. Nach dem Start-Zielbereich ging es 60 hm talwärts, in den schnellste Bereich der Runde. Bis zu 80 km/h sollte dort gefahren werden. Ansonsten waren ein paar scharfe Ecken mit Wellen und Hügeln aber auch mit Windpassagen drinnen. Von Anfang an war es ein sehr nervöses Rennen. Nach der zweiten Runde stellte ich fest, dass mir die Strecke auf den Leib geschneidert war. Es musste so sein ich hatte zu diesem Zeitpunkt kein Problem in der Spitzengruppe zu bleiben obwohl dieses bereits von etwa 60 auf 25 Fahrer geschrumpft war.

Als ich zudem feststellte, dass mich die ausgefuchsten Fahrer, wenn ich weit vorne war immer in den Wind stellten und es im mittleren Bereich ständig extrem nervöses Gedränge gab zudem ich mich sehr stark fühlte, begab ich mich ans Ende des Spitzenfeldes. Immer mit Blick auf die Favoriten Wolfgang Lackner, Franz Huber, Alfred Lechnitz, etc. Bis auf zwei, drei Attacken konnte ich auf diese Art fast zwei Runden verbringen. Am Ende der dritten Runde auf dem 50 hm Hügel wurde vorne attackiert, etwas weiter vorne entstand dabei auch ein Loch – noch auf der Ebene nach  dem 50 hm Hügel hatte ich es geschlossen – nur kurz wurde dabei mein Maximalpuls strapaziert. Recht schnell war ich aufgrund der anschließenden Abfahrt im Relaxmodus.

Als ich mit über 70 km/h dahin rollte und dabei kurz zurück blickte stellte ich fest, dass das Feld auf etwa 20 Mann, weiter geschrumpft ist – hinter mir, in meiner Wahrnehmung niemand.

Relativ weit links auf der Strasse fahrend drehte ich mich über die linke Schulter um. Dabei muss ich übersehen haben, dass weiter rechts doch noch der ein oder andere Mitbewerber kämpften, denn kurze Zeit später verspürte ich einen Kontakt von der linken Seite. Abwärts rollend, nicht tretend wurde ich ganz schnell vom Piloten zum Passagier als ich feststellte, dass sich ein Vorderrad zwischen meine linke Kurbel und die Strebe geklemmt hatten. Als solcher machte ich einen harten Abgang mit Aufschlag auf den Asphalt.

Wie sich später aufgrund von GPS-Daten herausstellte wurde ich mit genau 71,3 km/h zum Passagier und mit etwa 63 km/h landete ich rechtsseitig auf dem Asphalt. Nach mehreren Drehungen und Überschlägen landete ich in der Wiese links von der Strasse. Meine Flug- und Landedistanz war schon relativ weit, jene meines Fahrrades noch um etwa 10 Meter weiter.

Ich noch auf dem Boden, war mein erster Gedanke, jetzt muss ich mich beeilen mein Fahrrad wieder hinzubekommen um wieder Anschluss zu finden. Das meine Hose, mein Trikot und mein Helm völlig zerstört war merkte ich noch gar nicht. Erst als ich aus 10 Meter Entfernung das vordere Karbon-Laufrad im 90 Grad Winkel wegstehen sah, musste ich mit dem Gedanken des Aufgebens näher befassen – denn woher sollte ich so schnell Ersatz finden. Also begann ich mich mit meinen Körper zu befassen – Oh mein Gott eine Blutlache unter mir, meine Kleidung völlig zerfetzt oder nicht mehr vorhanden, der Helm völlig zerstört, ich noch immer voller Angriffslust aufgesprungen, als mich ein extrem stechender Schmerz wieder zu Boden warf – diese passierte einige Male. Die Schmerzen wurden immer ärger und ärger. Schreiend probierte ich mein unkontrolliert von mir hängendes rechte Bein mit beiden Händen wieder in Ordnung zu bringen – es konnte ja nicht viel sein – war doch sicher nur die Hüfte ausgekegelt – das bring ich schon wieder hin, so dachte ich zumindest. Nach einigen Versuchen des Einrenkens, musste ich vor Schmerzen auf dem Boden kauernd aber doch aufgeben.

Mein nächster Gedanke, wie komm ich hier jemals wieder weg – das noch nicht zu Ende gedacht stand ein Rettungswagen mit völlig, mit mir überforderten Sanitätern vor mir.

Auf den Abtransport wartend wurde mir meine Lage klar – ich schon ins Rettungsauto verpackt, hab bis dato nicht einen Bruchteil des Fiaskos verpasst, als mir schien, dass sich mein Körper jetzt von mir verabschieden wollte – darauf hin ich völlig ausrastend versuchte ich schreiend die Gurte zu lösen, sodass beide Sanitäter in die Flucht ergriffen. Die Notärztin, die sich ebenfalls im Rettungsauto befand konnte dann aber doch mit einer Spritze die Oberhand behalten – sie schoss mich damit in das Land der Glückseligkeit. Nun konnte der Transport ins nächstgelegene Krankenhaus, in Amstetten relativ entspannt statt finden. Schürfwunden am ganzen Körper ein tiefes Cut über dem rechten Auge, Prellungen, etc. – alles kein Problem – die Schmerzen inkl. Todesängste ausgelöst durch einen Bruch des rechten Oberschenkelhalses versetzte mich beim Röntgen, etc. auf den Boden der Realität.

Als ich nach der Operation aufwachte und das Röntgenbild, der lt. Arzt gut verlaufenen Operation blieb mir aufgrund des vielen Metalls doch für einige Zeit die Spucke weg. Meinem Freund und Röntgenologen Alexander Pillhatsch übermittelte ich die Röntgenbilder umgehend. Er bestätigte die erfolgreiche Operation – die Schmerzen musste ich allerdings alleine ausbaden.

Schlussendlich konnte ich „Glück im Unglück“ als Resümee ziehen. Weder Kopf nochRücken haben etwas abbekommen, da kann unter diesen Umständen auf jeden Fall von Glück sprechen und dabei möchte ich es auch belassen!!!!

Mein rechter Oberschenkel zusammengeschraubt mit Metall

Mein rechter Oberschenkel zusammengeschraubt mit Metall

 

Purbach Radmarathon 2015

Am 24. Mai war es wieder soweit, traditionsgemäß stand der Leithaberg Radmarathon auf dem Programm. Zu meiner Freude war diesmal fast das ganze Team von ESR-Racing by Bernhard Kohl am Start. In meiner Altersklasse war ich allerdings der Einzige.

Kurz und bündig – ich war an diesem Tag körperlich ganz gut drauf – taktisch bei der letzten Attacke vor dem Ziel nicht aufgepasst bzw. zu spät reagiert sowie einen Mitbewerber übersehen. Das ergab den 2. Platz in meiner Klasse und etwa Rang 30. insgesamt!

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